Virtuelle Desktops unter Windows einrichten
Menschen, die mit einem Apple OS arbeiten, kennen die Vorzüge von Spaces. Virtuelle Desktops schaffen Ordnung und bieten zum einen eine bessere Orientierung, zum anderen einen optimierten Überblick über geöffnete Fenster. Immer wenn ich jedoch an einem Windows Rechner arbeite, vermisse ich diese Funktion, zumal ich zu den Leuten gehöre, die gerne viele Fenster parallel offen haben und diese auch nutzen. Auf der Suche nach einem hilfreichen Tool bin ich auf das kostenlose Dexpot gestoßen. Mit diesem Helferlein ist es möglich, bis zu 20 virtuelle Desktops zu erstellen. Mit selbst definierbaren Shortcuts kann ich dann problemlos zwischen den Einzelnen Bereichen hin- und herschalten und somit meinem Workflow optimieren. Halte ich beim Wechsel die Maustaste auf ein offenes Fenster gedrückt, so kann ich dieses in einen anderen Desktop verschieben. Für meinen Teil habe ich eine sinnvolle Erweiterung für meinen Arbeitsalltag gefunden. Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Tools nutzen Sie, oder sind Sie vollends mit den Bordmitteln zufrieden?
Das Auge zur Welt
Still aus einer Dokumentation
Eine „richtige“ Dokumentation gehört wohl zu den anspruchsvollsten Videoprojekten in der Medienpädagogik – filmen, verstehen, erzählen, das muss erst gelernt werden. Wie fast immer sind da Beispiele gut, um ein Gefühl zu bekommen, wie das gehen kann.
Die Website documentary.net kann da weiterhelfen – die MacherInnen sammeln dort, gut dokumentiert und sortiert, online verfügbare Dokumentationen zu verschiedensten Themen. Leider sind fast alle englischsprachig, was aber in manchen Settings durchaus passen kann – und einige auch ohne Sprache, wie „Light painting WiFi„. Ein Blick auf die Website lohnt also in jedem Fall.
„Kannse knicken“
"Paper Texture – Folded Corner 4" von thousandshipz auf flickr.com (cc by)
Ohne Geschichte kommt kaum ein Video oder Hörspiel aus und so gehören Kreativitätstechniken auch zu fast jedem Projekt in der Medienpädagogik. Ein Klassiker des Kreativen Schreibens sind Knickgeschichten in allen Variationen – auf Papier haben sie nicht nur tausende von lustigen Ideen kreiert, sondern auch so manche Party oder Gruppenabend unterhalten.
Mit FoldingStory gibt es nun auch eine elektronische Variante der Knickgeschichten: Auf der Website lassen sich neue Geschichten anlegen und gemeinsam ergänzen. Meiner Meinung nach eine schöne Methode, wenn es darum geht, in einer Gruppe dezentral und kollaborativ Geschichtenideen zu entwickeln.
Und für Knickbegeisterte bietet FoldingStory sogar noch mehr – eine Twitter-ähnliche Community für Knickgeschichten. Sehr unterhaltsam.
Kreationen für die eigene Kreativität
"Signes de vie" von Sean Heart aus "ARTE creative" (cc by-nc-sa)
(Kunst)Werke zu betrachten ist der erste Schritt zur eigenen Kreativität. Material zuhauf für eigene Inspirationen bietet das neue KünstlerInnennetzwerk „ARTE creative„. Dort werden, redaktionell betreut, internationale Arbeiten aus den Bereichen Kunst, Film, Popkultur, Design und Architektur veröffentlicht.
Für die Medienpädagogik besonders interessant sind die beiden Kategorien Fotografie und Film, aber sicher auch Gaming. Insgesamt bietet die Community ein schier unerschöpfliches Repertoire an Inspirationen für Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Und das Beste: Viele Arbeiten sind CreativeCommons-lizensiert, können also für eigene Arbeiten verwendet werden!
Kommt ein Liederbuch geflogen
Ausschnitt aus dem Buch
Ein Liederbuch für Kinder gehört sicher nicht zu den Kernthemen eines Medienpädagogik-Blogs, aber genau dieses hier hat einen Artikel verdient, denn es hat gleich mehrfach einen medienpädagogischen Bezug:
Seit kurzem ist das gemeinfreie Liederbuch „Kinder wollen singen“ des Musikpiraten e.V. auch zum Download im Netz verfügbar. Die MacherInnen haben damit auf den Umstand reagiert, dass die GEMA alleine für das Kopieren von Notenblättern von ansonsten freien Liedern von Kindergärten etc. Gebühren verlangt hat.
Das neue Kinderliederbuch kann nun frei kopiert, die darin enthaltenen Lieder aus vollem Hals gesungen werden. Und beim Kopieren oder Singen ergeben sich dann vielleicht auch Gespräche über Urheberrecht, Copyright, CreativeCommons oder freie Musik.
Heute schon gepopplet?
„Irgendwo zwischen Mindmaps und Prezi“ – so ließe sich „Popplet“ auf den ersten Blick in der Topografie der Visualisierungs- und Präsentationswerkzeuge verorten, beim genaueren Hinsehen ist das Angebot aber beides und bietet viele Möglichkeiten auch für die Medienpädagogik.
Ob Brainstorming, Präsentation, Galerie, Dokumentation – Popplet kann an verschiedensten Stellen eingesetzt werden und bietet eine Oberfläche, die in ihrer technischen Perfektion und intuitiven Bedienbarkeit einfach Spaß macht. Einziger Wermutstropfen ist, dass das Angebot derzeit nur auf Englisch verfügbar ist und sich die Präsentationen nicht offline in voller Funktionalität zeigen lassen; Popplet ist allerdings noch beta.
Danke: Jürgen Ertelt hat mich nicht nur auf das Werkzeug aufmerksam gemacht, sondern liefert auch gleich ein gutes Anwendungsbeispiel.
Mit Wikis Bildungsprozesse unterstützen
Wikis sind ja gefühlt fast schon ein bisschen oldschool. Trotzdem sind sie meiner Meinung nach ein hervorragendes Instrument, um bestimmte Gruppen- und Bildungsprozesse zu begleiten und zu unterstützen – sei es bei einem Rechercheprojekt in der Medienpädagogik oder in Schule oder Hochschule. Grund genug, hier mal einige Artikel und Quellen zum Thema zu sammeln.
Als Dokumentations- und Arbeitsplattform in einem Gruppenprozess verändert ein Wiki die Art der Zusammenarbeit: Das Wissen wird gemeinsam gesammelt und immer wieder neu strukturiert, alle müssen dazu beitragen. So werden Hierarchien reduziert. Zur (notwendigen) Veränderung der Rollen schreibt Franz Josef Röll und nennt einige Praxisbeispiele. Auch qualiboxx gibt hierzu sehr gute Tipps.
Im Unterricht und im Studium machen Wikis ganz neue Lernformen möglich – hierarchiearm, orts- und zeitunabhängig. Beat Döbeli Honegger schreibt in einem Artikel über die grundsätzlichen Potenziale, interessante Erfahrungsberichte und Tipps gibt es hier, hier, hier und hier.
Welche Methoden und Praxistipps zur Arbeit mit Wikis kennen Sie noch? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar.
Missionen per GPS erfüllen
„GPS Status app – HTC Desire“ von avlxyz auf flickr.com (cc by-sa)
Frisch zurück vom MobileGaming-Werkstattkurs an der Akademie Remscheid frage ich mich, wieso ich eigentlich noch nie über „GPS Mission“ geschrieben habe. Dabei ist das Angebot eine gute Alternative zum klassischen Geocaching – auch und gerade für die Medienpädagogik:
JedeR kann mit dem „Mission Editor“ ortsbasierte Quests bzw. Spiele erstellen, die Kinder und Jugendliche dann auf vielen Handytypen spielen können. Das ganze funktioniert sehr souverän und fühlt sich beim Spielen wie aus einem Guss an.
Naja, vielleicht habe ich ja immer drauf gewartet, dass es noch mehr von diesen LocationBasedGames-Angeboten gibt. Das ist mittlerweile definitiv der Fall: Mit „GeoQuest“ der Uni Bonn und „storytude“ stehen zwei weitere AnbieterInnen in den Startlöchern. Höchste Zeit also drüber zu schreiben.

Seit Februar 2011 ist der