Filme mit Filmen vermitteln
Gute Idee, schlechte Umsetzung: Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erkennt, „dass der größte Teil der Filmvermittlung durch Texte geschieht“ und produziert ein Dossier zur audiovisuellen Filmvermittlung. So weit, so gut. Allerdings besteht dieses Dossier zu einem Großteil selbst aus Bleiwüsten und die einzigen Filme, die zu sehen sind, sind Videointerviews.
Das, was die Überschrift eigentlich erwarten lässt (zumindest bei mir) – Hinweise auf Filme und DVDs zum Thema – findet mensch nur am Rande in diesem Dossier. Dennoch: Die Texte sind recht erkenntnisreich, will mensch sich dem Thema nähern, und liefern einige methodische Tipps. Und die BpB-Veröffentlichung ist für mich ein guter Anlass, weitere Filme oder DVDs zu sammeln, die wirklich zur Filmvermittlung geeignet sind.
Für mich ist das bspw. der Film „The Pervert’s Guide to Cinema“ und die grandiose DVD „Filme sehen lernen„. Welche Filme kennen und nutzen Sie? Ergänzen Sie mit einem Kommentar.
Als die Schafe laufen lernten
Vor den Erklärkünsten der Maus wird der/die beste MedienpädagogIn blass. Wenn sie sich dann auch noch anschickt, StopMotion in einem Film zu erklären, kann mensch nur dankbar sein, wenn er anschließend auch weiter im Web verfügbar ist.
Alle diese Glücksfälle kommen im „Making of Shaun das Schaf“ zusammen, in dem die MacherInnen der Maus bei einem Besuch in den Aardman-Studios die Entstehung eines Shaun-Clips von der Idee bis zur Premiere dokumentieren.
Für mich kann das ein guter Einstieg in ein medienpädagogisches StopMotion/Trickfilm-Projekt mit Kindern sein, die am Beispiel ihres mutmaßlichen Lieblings Shaun erleben, wie die Bilder laufen lernen. Und zwischendurch erklären die Maus und der Elefant mal eben ohne Worte und in 50 Sekunden, wie StopMotion-Animation funktioniert.
[Danke an Sabine Westerhoff-Schroer für den Tipp!]
…und für die Projektpause hier auch nochmal der Link zum entzückenden Shaun das Schaf-Onlinegame.
Ästhetik in Zahlen
Der Goldene Schnitt ist meiner Meinung nach ein Muss für medienpädagogische Video- und Fotoprojekte: Gerade wenn es um ästhetische Bildgestaltung geht, sind zumindest Grundregeln wie die Bilddrittelung sehr gut, um einen eigenen Blick dafür zu entwickeln.
Für am Thema Begeisterte und insbesondere MedienpädagogInnen ist es darüber hinaus schön, den theoretischen Hintergrund einigergermaßen zu überblicken. Als Halbmathematiker konnte ich mich zwar schon immer dafür begeistern, habe aber nie so richtig den konkreten Zusammenhang und die Anwendung der Theorie durchblickt.
Das hat sich schlagartig mit dem Video „Nature by Numbers“ geändert. Der Autor stellt fast poetisch schön und gleichzeitig glasklar den Zusammenhang zwischen den Fibonacci-Zahlen, dem Goldenen Schnitt, Spiralen und ästhetischer Anordnung dar. Und wer noch mehr wissen möchte, der/die findet weitere Hintergrundinfos auf der Website zum Film (leider auf Englisch). Und spätestens dann hat die Fibonacci-Reihe nur noch wenig mit dem DaVinci-Code zu tun.
Handy – PC – Mac: Synchronisation von Kontakten und Kalender
Jedes Mal, wenn ein neues oder anderes Handy im Einsatz ist, stellt sich die leidige Frage, wie die Kontakte und der Kalender synchronisiert werden können. Nicht alle Handys lassen sich problemlos per Software oder Bluetooth synchronisieren. Für einige (z.B. Samsung SGH F-480) muss sogar erst noch ein spezieller Treiber installiert werden, damit das Gerät als Massenspeicher erkannt wird. Schwierig wird es vor allem, wenn die Daten auch noch auf mehreren PCs oder Macs abgeglichen werden sollen.
Als Handybesitzer benötigt mensch oftmals mehrere Tools mit einem Umweg über z.B. den Google Kalender. IPhone User, die keine Probleme damit haben knapp 6,50 EUR pro Monat zu investieren, finden sicherlich mit mobile me einen sehr komfortablen Dienst.
Alternativen zu Adobe Flash
Flash gehört nicht gerade zu den einfachsten Programmen und kann in der Vollversion nebenbei ganz ordentlich den Geldbeutel belasten. Dennoch bietet Flash tolle Möglichkeiten im Bereich Webdesign und Gestaltung. Sei es einfache Banner, Foto-Slideshows oder komplette Internetseiten – eine gut gemachte Animation hinterlässt auch einen guten Eindruck.
Daher möchte ich gerne auf einen schon in die Jahre gekommenen Artikel von drweb.de aufmerksam machen, in dem verschiedene Alternativen zum teuren Adobe Flash vorgestellt werden. Es handelt sich hierbei leider nicht um kostenfreie Programme, allerdings finde ich es eine enorme Erleichterung nur 70 statt 700 EUR für eine Lizenz zu bezahlen. Besonders mit Swishmax konnte ich schon sehr gute Erfahrungen sammeln. Leider beziehen sich alle Programme auf Windows. Der Frage nachgehend, ob es vergleichbare Programme auch für Mac oder Linux gibt, wende ich mich gerne an unsere Leserschaft. Kennen Sie welche?
„Wuppertal kackt ab“?
Das Jahr nach dem Konjunkturpaket bringt vielerorts bei KämmererInnen und FinanzministerInnen Katerstimmung und es drohen Kürzungen gerade für Kultur und Jugendarbeit. Da ist inhaltliche Medienpädagogik und aktive Videoarbeit, die sich mit politischen Zusammenhängen beschäftigt, gefragter denn je.
Auch das Medienprojekt Wuppertal war von Kürzungen bedroht, scheint die vorerst abgewehrt zu haben (juhu!), zeigt aber sogar in der Krisensituation seine Qualitäten und macht hervorragende Bildungsarbeit. Die Ergebnisse des Projektes „Wuppertal kackt ab“, das sich mit der Bedeutung von Kultur und Jugendarbeit, Kürzungen und Fehlern in der Politik beschäftigt hat, sind nun auf youtube verfügbar und gleichermaßen ein politisches Statement wie auch eine medienpädagogische Inspiration.
Einführung ins Urheberrecht
Auch wenn der Trend klar zu CreativeCommons geht: Die Sensibilität für das Urheberrecht in Schulen, in der Medienpädagogik und in der Jugendarbeit wächst, die Zahl der Begleitmaterialien auch. Eine Broschüre von Schulen ans Netz ergänzt den Reigen der Publikation zum Thema und beantwortet grundlegende Fragen wie „Was sind urheberrechtlich geschützte Werke?“ oder „Welche Werke sind frei nutzbar?“ Hilfreich besonders für den Bildungsbereich sind Hinweise zum Zitieren und zur Veröffentlichung von SchülerInnenarbeiten.
Nicht nur für Bananenbieger
AFK, BTW und WTF könnten nicht nur in einem Song von Fanta4 vorkommen, sondern machen auch große Teile vieler Chats aus. MedienpädagogInnen sind in diesem Chat- und Geek-Slang meist bewandert, manche Eltern und andere EinsteigerInnen bei Infoabenden freuen sich jedoch über Nachschlagewerke.
Ein Wörterbuch haben wir hier schon vorgestellt, nun schwingt sich der Duden-Verlag höchstselbst auf, in einem „Szenesprachenwiki“ Spezialbegriffe aus Subkulturen zusammenzutragen. Sieht nicht nur sehr gut aus, sondern ist auch sehr interessant.
„…uuund bitte!“
Medienpädagogik ist weiter im Kommen, das zeigen auch die vielen Institutionen, die Arbeit mit Medien neu als ihre Methode entdecken. Dass solche AkteurInnen schon nach kurzer Zeit Wissen weitergeben ist nicht alltäglich und auch nicht immer Erfolg versprechend.
„Gesicht zeigen“ hat das gewagt – nicht unerfolgreich – und bietet auf seiner neuen Website „…und Action“ Materialien für die Aktive Videoarbeit an. Insbesondere zu Methoden und Technik gibt es dort empfehlenswerte Texte zum freien Download.







