Daten sicher durchs Netz bringen

Ausschnitt aus der Website

Seit Edward Snowden bekannt gemacht hat, wie umfassend Menschen weltweit durch Geheimdienste überwacht werden, hat die Sensibilität für Datensicherheit zugenommen und ist auch ein größeres Thema in der Medienpädagogik geworden.

Die Zusammenhänge und Hintergründe sind dabei allerdings oft abstrakt und schwer nachzuvollziehen. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat daher schon vor längerem eine Website veröffentlicht, die auf anschauliche Weise zeigt, wie Daten auf ihrem Weg durchs Netz an verschiedenen Stellen durch https und Tor unsichtbar gemacht werden können oder eben nicht. Für mich ist das nach wie vor wertvolles Material für Veranstaltungen, wo es um Datensicherheit geht. Denn unbedachte Verschlüsselung und Anonymisierung kann eine falsche Sicherheit vorgaukeln, die am Ende genau das Gegenteil bewirkt.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Das richtige Tempo finden mit Anytune

Ab und zu werde ich von App- und Softwareentwicklern angeschrieben, mit der Bitte, mir ein Tool anzusehen und darüber zu schreiben. Grundsätzlich sind wir hier ja keine Werbeplattform, daher muss das Angebot schon eine große Relevanz für das Thema Medienpädagogik haben. Selten geht es mir jedoch so, dass mir genau das angeboten wird, was ich schon seit längerer Zeit für meine eigenen Projekte am suchen bin. Der ein oder andere hat ja hier schon mitbekommen, dass ich sehr gerne iPad-Musik Projekte anbiete. Oftmals haben die Jugendlichen bereits eine Vorstellung, welches Stück sie gerne spielen wollen. Dieses läuft dann in einer ersten Phase im Hintergrund und die Teilnehmer spielen ergänzend dazu. Leider scheitert es beim Üben nicht selten daran, dass die Stücke einfach zu schnell sind und in einer zu hohen Tonart gespielt werden. Auch wenn man eine bestimmte Passage im Loop üben möchte, ist das sehr aufwendig, mit einem MP3 Player immer die richtige Stellen zu finden.

Die iOS und OS-X App Anytune bietet an dieser Stelle bereits in der werbefinanzierten und somit kostenlosen Variante (nur iOS) die benötigte Unterstützung. Geladene Musikstücke können sehr einfach im Tempo verändert werden, ohne dass sich dabei die Tonhöhe automatisch verändert. Auch kann mensch im Gegenzug die Tonhöhe ohne Auswirkung auf das Tempo variieren. Der eingebaute Equalizer hat bereits von Werk ab einige Presets, die bestimmte Bereiche wie die Bass-Spur, Gitarren-Spur, Gesang etc. hervorheben und verstärken. Sehr gelungen finde ich zudem, dass sich die Qualität des Musikstückes bei all den Veränderungen kaum verändert.

Wie gesagt, es gibt Anytune in einer werbefinanzierten und kostenlosen iOS Version und als Pro+ Version mit einer Vielzahl von kostenpflichtigen Erweiterungsmöglichkeiten. Die OS-X Variante steht in einer 30 Tage Testversion zur Verfügung, kostet danach knappe 26,99 EUR. In wie weit jemand die OS-X Version und die Erweiterungen benötigt ist natürlich abhängig vom Einsatz, als Hilfsmittel für Musik-Projekte und instrumentalen Übungen ist die kostenfreie Variante jedoch mehr als ausreichend.

Wer aber die Bezahlvariante mal ausprobieren möchte:

Anytune stellt uns 10 Lizenzen (wahlweise für iOS oder OS-X) zur Verfügung, die wir unter die Leser bringen dürfen. Wenn Ihr also das Tool ausprobieren wollt, schreibt den Wunsch bis zum 07.12.2014 einfach hier oder auf unserer Facebook Seite als Kommentar, bitte mit E-Mail Adresse und Option iOS oder OS-X. Gerne könnt ihr euch auch per Twitter an @medienpaed oder @albersheinemann wenden.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Bei den sieben (Medien)Zwergen…

Ausschnitt aus der Broschüre

Eine Auseinandersetzung mit Medien auch in der Kita ist nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll, denn Tablets, Fernseher, Filme und Co. sind Teil der Lebenswelt auch von kleinen Kindern. Dabei muss nicht unbedingt Technik ins Spiel kommen, denn Medien können auch «unplugged» schön thematisiert werden.

Die Broschüre «Medienzwerge – Medienarbeit in der Kita» macht das zum Prinzip und beschreibt konkrete Methoden wie in der Kita ohne und mit Technik Medienarbeit stattfinden kann. Darüber hinaus werden theoretische Hintergründe behandelt und zahlreiche weiterführende Materialien benannt. Die Publikation ist nicht mehr ganz taufrisch, aber sicher nach wie vor eine gute Unterstützung für alle, die Medien in die Kita bringen möchten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 02.12.2014

Auf dem Elektroschrottplatz

Digitalisierung ist super. Allerdings geht sie bisher einher mit einem teilweise rücksichtslosen Verbrauch von Ressourcen und gleichzeitig riesigen Müllbergen. Diese Kehrseite der Medaille sollte daher auch Teil der Auseinandersetzung mit Medien sein, denn auch die Nutzer_innen haben es in der Hand, mit ihrem Konsum die Müllberge zu reduzieren.

Mit der kurzen Videodokumentation «Regolith» gibt es für die Medienpädagogik nun gutes Material, um das Thema «Elektroschrott» insbesondere mit Jugendlichen zu thematisieren. In dem Film wird eine Gruppe von Jugendlichen auf dem riesigen Elektroschrott-Markt in der Hauptstadt Ghanas bei ihrer Arbeit begleitet. Dabei steht ihr persönliches Schicksal im Mittelpunkt und es werden bewusst keine Hintergründe geschildert. Gerade deswegen ist die Doku meiner Meinung nach hervorragend geeignet für einen Einstieg in eine Auseinandersetzung mit dem Thema.

[via Zeit Online]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Das Handy in der Schule

Smartphones und Schule – zwei Bereiche, die nicht immer gut miteinander können. Viele Schulen, die ich kenne sprechen sich lieber für ein generelles Verbot mobiler Endgeräte aus, anstatt sich mit einem sinnvollen Einsatz im Unterricht zu beschäftigen. Gut, das ist nicht immer einfach, setzt doch dieser ein gewisses Hintergrundwissen voraus, im technischen wie auch im juristischen Bereich. Vielleicht ist ja einigen an dieser Stelle mit zwei Hinweisen geholfen:

Passend zu vielen unklaren Rechtsfragen hat irights.info im November den Artikel „Handys an Schulen: Häufige Fragen und Antworten“ veröffentlicht. Hier werden so ziemlich alle juristischen Sicherheiten und Unsicherheiten verständlich besprochen und geklärt.
Wer dahingegen noch ein paar Ideen benötigt, wie der Umgang im Unterricht aussehen könnte, sollte sich die relativ frische Broschüre „Handy in der Schule – Mit Chancen und Risiken kompetent umgehen“ [PDF 4,6MB] anschauen. Hier findet mensch viele Übungen, Möglichkeiten der Absprachen und Einsatzmöglichkeiten.

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Was Google über uns weiß…

Google sammelt Daten über uns – soweit eigentlich nichts Neues. Wesentlich imposanter wird dieses Wissen, wenn wir diese Informationen visualisiert bekommen. Zu diesem Thema hat t3n jüngst einen Artikel veröffentlicht, in dem sechs Links empfohlen werden, über die wir die von Google gesammelten Informationen abrufen können. So verrät in meinem Fall das Artikelbild, dass ich diesen Beitrag offensichtlich auf dem Heimweg vom #gmk14 Fachforum in Berlin geschrieben habe.

Neben dieser Selbstoffenbarung bieten diese Links aber auf jeden Fall eine Steilvorlage für medienpädagogische Projekte und Schulungen zum Thema Datenschutz, da mit wenigen Klicks die gespeicherten Informationen, das Profil, die Auswertung der Ortungsdaten etc. visualisiert werden können.

Und hier die Links:

1. Google Preferences: Dein Werbeprofil
2. Google Location History: Deine Orte
3. Google Search History: Deine Suchprotokoll
4. Google Activity: Deine Geräte
5. Google Permissions: Zugriffsrechte von Erweiterungen
6. Google Takeout: Kopie deiner persönlichen Daten

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Medienbildung im digitalen Zeitalter

Ausschnitt aus der Broschüre

Medienbildung ist ein Konzept für eine stark von Medien geprägten, digitale Gesellschaft. Und so stark wie die Gesellschaft sich mit Mediatisierung verändert, umso populärer wird auch Medienpädagogik. Nicht selten bleibt dabei aber die begriffliche Klarheit auf der Strecke.

Thomas Merz und Mareike Düssel setzen sich aktuell in einer kostenlosen Broschüre mit «Medienbildung im digitalen Zeitalter» auseinander. Dabei schärfen sie den Begriff, skizzieren Hintergrund und Reichweite des Konzepts und stellen das Handlungsfeld dar. Den Autor_innen gelingt dabei die schwierige Gratwanderung zwischen Kürze und inhaltlicher Tiefe sehr gut – was das kostenlose PDF zu einer guten Handreichung für Neulinge im Bereich der pädagogischen Arbeit mit Medien macht. Diskussionswürdig ist meiner Meinung nach einzig der Schluss der Publikation, wo es um das Verhältnis zur Informatik geht – und eine scharfe Trennung inhaltlich nicht unbedingt geboten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Gemeinsam online rechnen

Online-Zusammenarbeit wird immer häufiger, auch in der Organisation von medienpädagogischen Projekten. Und während es mit Etherpads (wie unserem medienpad) eine bewährte Lösung gibt, um gemeinsam Texte zu verfassen, ist mensch bei Berechnungen bzw. Tabellenkalkulationen fast ausschließlich auf Google Docs beschränkt.

Fast? Stimmt. Mit Ethercalc gibt es nämlich eine offene, kostenlose Software, mit der im Browser gemeinsam Tabellenkalkulationen angelegt werden können. Und es funktioniert gut: Typische Berechnungen, etwa zu einer Projektfinanzierung, sind schnell und souverän erstellt. Manche Funktionen sind etwas sperrig umgesetzt, funktionieren letztlich aber gut. Und das Ganze mit einem besseren Gefühl, schließlich lässt sich selbst bestimmen, wo die eigenen Daten liefern. Ethercalc bietet einen gehosteten Service, aber die Software lässt sich selbstverständlich auf einem beliebigen Server installieren, insbesondere auch lokal.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Wackelfreie Kamerafahrten kostenlos

Ausschnitt aus der Website

One-Feature-Apps finde ich im Grunde meist unpraktisch bis sinnlos und das insbesondere, wenn sie von großen Unternehmen stammen, die damit ihr eigenes Angebot scheinbar einmaliger machen möchten. Dennoch empfehle ich heute die iOS-App Hyperlapse, auch wenn sie all diesen Kriterien entspricht. Denn sie ist aus mehreren Gründen ein Gewinn für die Medienpädagogik.

Hyperlapse (ein kostenloses Angebot von Instagram) ist so etwas wie eine Steadycam auf Softwarebasis: Mit der App lassen sich Kamerafahrten produzieren, deren Bild mit Hilfe des Bewegungssensors direkt (!) stabilisiert wird. So entstehen aus dem Handgelenk schöne Kamerafahrten ohne großen Aufwand.

Und diese Gründe bewegen mich zur Empfehlung:

  • Hyperlapse ist zwar von Instagram, aber der/die Nutzer_in muss sich für die Nutzung weder registrieren noch müssen die Videos auf der Plattform hochgeladen werden.
  • Die fertigen Videos werden einfach im Foto-/Video-Ordner von iOS gespeichert, sie reihen sich also in die übrigen Fotos und Videos und den dazugehörigen Workflow ein.
  • Die Ergebnisse sind brilliant.
  • Und auf solch ein souveränes Angebot hat die aktive Medienarbeit quasi schon immer gewartet. 🙂 Damit werden sowohl ästhetische Videoexperimente wie auch gewagte Aufnahmen bei Spielfilmen quasi mit einem Schritt serienreif.

Wohl aus technischen Gründen ist Hyperlapse bisher noch nicht für andere Smartphone-Plattformen erhältlich.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 12.11.2014

Fotogedichte „Vergnügungen“

Mit diesem Praxisbaustein sollen Jugendliche für die produktive und kreative Arbeit mit Gedichten motiviert werden. Sie erhalten zunächst einen Überblick über verschiedene Gedichtformate und entwickeln dann in Anlehnung an das Gedicht „Vergnügungen“ von Berthold Brecht ein eigenes Gedicht, das sie mit Hilfe der App Book Creator grafisch umsetzen. Den ganzen Beitrag lesen

Peter Holzwarth Kurzbio
http://www.phzh.ch/personen/Peter.Holzwarth http://phzh.educanet2.ch/peter.holzwarth/ - Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich - Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg - Interessengebiete: Aktive Medienarbeit (Fotografie, Video, Audio), Filmbildung, Migration im Film, interkulturelle Bildung, visuelle Forschungsmethoden, Werbung und Werbekompetenzvermittlung, globales Lernen - Autor des Buchs "Kreative Medienarbeit mit Fotografie, Video und Audio."

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