App-Berechtigungen auf einen Blick
„Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen…“ Das dürfte die wohl größte Lüge im Netz sein! Aber genau so unbekannt wie die kilometerlangen AGBs der verschiedenen Anbieter sind für viele Menschen beispielsweise auch die Berechtigungen, die eine App hat, sprich, was die App alles mit dem Smartphone anstellen darf, ohne den Besitzer um Erlaubnis zu fragen. Uneingeschränkten Zugriff auf die Kontakte? Termine im Kalender eintragen, verändern oder löschen? E-Mails an die Kontakte senden? Das alles sind leider keine seltenen Privilegien, die eine App geniessen möchte. Bei der Installation einer App werden die Berechtigungen zwar angezeigt, allerdings werden diese genau so schnell weggeklickt wie der Hinweis mit den AGBs.
Einen schönen Überblick über die Bedürfnisse unserer Lieblinge bietet an dieser Stelle Clufuel. Dieser Dienst steht für Android Nutzer als App und für iOS User als Website zur Verfügung. Ohne genauer auf den Punkt eingehen zu wollen, warum die iOS-App so schnell aus dem App-Store verschwunden ist, freue ich mich umso mehr, dass die Möglichkeit besteht, sich die Berechtigungen von verschiedenen Apps im Browser anzeigen zu lassen, was vor allem mit Jugendlichen ein toller Start in ein medienpädagogisches Projekt sein kann.
Präsentieren mit dem iPad
Tablets werden immer beliebter. Nicht nur Personen, sondern auch immer mehr Einrichtungen und Schulen statten sich mit Android und iOS Gerätschaften aus. Der Frage nachgehend, wie ein sinnvoller Einsatz aussehen kann, möchte ich in diesem Artikel meine Erfahrungen in Bezug auf „Präsentationen mit iPads“ zusammenfassen. Leider ist es mir nicht möglich, vergleichbares mit Android-Tablets anzubieten, freue mich aber immer über ergänzende Kommentare und Hinweise
Warum mit iPads präsentieren?
IPads bieten meiner Meinung nach ganz klare Vorteile gegenüber Laptops bei einer Präsentation. Als Referent bin ich mobil und flexibel, kann den Vortragsraum ausfüllen und mehr auf die Zuschauer eingehen. Durch die „pinch to zoom“ und „Multitouch“-Fähigkeiten eines Tablets bin ich mehr in der Lage, die zu präsentierenden Inhalte vorzuheben und kann diese flexibler handhaben. Daneben steht mir bei einem sehr leichten Tablet direkt ein Browser mit einem Eingabegerät zur Verfügung.
Jugendliches Informationsverhalten im Blick
"Information" CC BY-NC Carl N C @ flickr.com
Jüngst hat das „Medienkonvergenz Monitoring“ in einer neuen Publikation die Studien der letzten zehn Jahre aufgearbeitet und um neue Erkenntnisse erweitert – und gleichzeitig das Ende des Projekts verkünden müssen. Damit endet leider die Arbeit an einem der wertvollsten Einblicke in das Medienverhalten Jugendlicher im deutschsprachigen Raum.
Neben dieser interessanten Veröffentlichung können Medienpädagoginnen und Medienpädagogen aber noch ein letztes Mal von der Arbeit des MeMo profitieren: Das Team um Bernd Schorb hat eine neue Studie zum Informationsverhalten Jugendlicher veröffentlicht. Darin findet sich einmal mehr ein tiefer und wertschätzender Blick auf die Themeninteressen und die konkreten Tätigkeiten Heranwachsender auf Google, Wikipedia, YouTube und Co, wenn es um die Suche nach Informationen geht. Eine gute Grundlage für Vorträge und die medienpädagogische Praxis.
Vorlagen und Erweiterungen für Libre Office
Screenshot LibreOffice
LibreOffice ist wohl die bekannteste und meiner Meinung nach auch beste Alternative zur relativ teuren Microsoft Office Suite. Textbearbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen… nach einer kurzen Umstellung gibt es kaum Sachen, die mensch als Normalnutzer vermissen könnte.
Einziges Manko waren bislang die fehlenden Vorlagen und Erweiterungen für das kostenlose Office Paket. Hieran wurde jedoch in den letzten Jahren fleissig gearbeitet. Bereits 2011 gab es eine Beta-Version eines Template-Centers, die ich leider etwas aus den Augen verloren habe. Beim letzten Blick vor ein paar Wochen musste ich feststellen, dass sich hier sehr viel getan hat. Neben zahlreichen Erweiterungen stehen nun auch sehr viele und schöne Office-Vorlagen kostenlos zur Verfügung.
Jugendliche Lebenswelten im Wandel der letzten 15 Jahre
Die JIM– und KIM-Studien sind ohnehin ein Glücksfall für die Medienpädagogik: Einmal im Jahr bieten sie einen – wenn auch nur quantitativen – Einblick in die mediale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Und helfen damit Medienpädagoginnen und Medienpädagogen dabei, adäquate Angebote zu konzipieren.
Mit der aktuellen Studienausgabe haben die Macher_innen ein besonderes Schmankerl geliefert: Nach 15 Jahren JIM-Studien haben sie ausgewählte Zahlen in einer eigenen Publikation einander gegenübergestellt und dokumentieren damit den Medienwandel der letzten Jahre eindrücklich. Eine wertvolle Argumentationshilfe für die nächsten 15 – äh – Monate.
Ich weiß: Diese Information ist nicht für alle Leser_innen taufrisch. Aber wir verstehen uns schließlich als zeitlose Informationsquelle und weniger als schneller-höher-weiter Newsportal. 🙂
Medienkunde ganz praxisnah
"Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 18. Wahlperiode des Bundestages. Ronald Pofalla" CC BY-SA Martin Rulsch
Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Das gilt auch für die Bildungsarbeit: Ein brilliantes Beispiel ist die brachial erfolgreiche Intervention der Satirewebsite „Der Postillon“ von letzter Woche: Nachdem erste Meldungen aufgetaucht waren, dass Ronald Pofalla in den DB-Vorstand wechsele, machte der Postillon auf einen Artikel auf der eigenen Website aufmerksam, der scheinbar vor allen anderen Meldungen veröffentlicht war.
Es folgte ein Tohuwabohu, in dem sich scheinbar viele vermeintliche Wahrheiten bestätigten: Die etablierten Medien (und auch Politiker_innen) recherchieren nicht und fallen auf eine Satirewebsite herein – später, als sich die Wahrheit abzeichnete, sollte das Gleiche für die Twitterer_innen gelten.
Nun, nachdem sich der Rauch wieder gelichtet hat, ist klar: Der Postillon hat alle Beteiligten erwischt und mit seiner ersten Realmeldung für Realsatire im Netz und der weiteren Medienlandschaft gesorgt: Die Beteiligten (mich eingeschlossen) haben gezeigt, wie sehr Vorurteile, der Drang zur Schnelligkeit und daher mangelnde Recherche das eigene Handeln bestimmen.
Und was heißt das für die Medienpädagogik? Für mich liefert „#Pofaila“ grandioses Material für die Auseinandersetzung mit Journalismus und auch Social Media in der Bildungsarbeit. Die Zusammenfassung der Rhein-Zeitung lässt die Geschehnisse im Einzelnen Revue passieren – und zeigt gleichzeitig, wie mit journalistischer Recherche eine solche Situation aufgelöst werden kann. Thomas Knüwer analysiert die Geschichte in seinem Blog tiefer und bringt damit sie auf eine Metaebene. Tolles Material, um viel über (soziale) Medien, ihre Macher_innen und die Hintergründe zu lernen, das eigene Handeln zu reflektieren und gute Gründe zu bekommen, um (auch vor einem Retweet) gründlicher zu recherchieren.
Hangouts on Air vorbereiten, starten und verbessern
Screenshot Webvideo.com
Google bietet mit den Hangouts on Air schon länger eine Möglichkeit, eigene Events oder Sendungen live ins Internet zu übertragen. Mehr als das sogar, denn im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Live-Stream können bei einem Hangout on Air bis zu 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Inhalt mitgestalten. Dieser ist, sofern der Hangout öffentlich ist, über Google+ und YouTube für die breite Masse abrufbar, sogar nach Beendigung der Veranstaltung.
Neben den technischen Anforderungen gibt es aber noch eine Vielzahl von weiteren Tipps für eine erfolgreiche Übertragung, die Andreas Graap in seinem „Hangouts on Air Handbuch“ zusammengefasst hat. Das 72-seitige Handbuch steht kostenlos zur Verfügung, der Download-Link erscheint direkt, nachdem das Projekt einmal via Facebook, Twitter oder Google+ geteilt wurde. Viel Spaß und stay tuned…
Winterpause
"Feral cat plays in snow" CC BY-NC-SA kathy doucette @ flickr.com
Wenn auch Catcontent wieder vermehrt von Schnee und Tannenbäumen dominiert wird, dann verabschieden auch wir uns in eine kurze Winterpause. Das machen wir aber nicht, ohne einen kurzen Blick zurück auf das Blogjahr 2013 geworfen zu haben. Denn in diesem Jahr sind im Medienpädagogik Praxis-Blog
- 121 (!) Artikel erschienen.
Das Bemerkenswerteste für unser Blog in diesem Jahr ist sicher die Neugestaltung gemeinsam mit der konzeptionellen Neuausrichtung hin zu einer offenen Plattform für Beiträge aus der Community. Seit September sind schon zahlreiche Artikel von „neuen“ Autor_innen erschienen und viele weitere in Aussicht!
Und auch ansonsten sind wir stolz wie Bolle auf die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen. 2013 war nämlich für uns auch
- mehrere hundert neue Fans und Follower_innen auf Twitter und Facebook,
- insgesamt 86 Pat_innen und
- wieder mehr als 1 Million Besucher_innen auf unserer Website.
Wir danken allen, die auf irgendeinem Weg mit uns verbunden sind, herzlich für das Interesse, die Unterstützung, das Feedback und auch für die Treue! Und ab 13. Januar sind wir wieder mit gewohnt spannenden Inhalten für Sie da.
Erklärvideos mit BYOD produzieren
BYOD – „bring your own device“ – dieser Ansatz liegt derzeit für die Medienpädagogik verlockend nah, da viele Jugendliche umfangreiche Tool-Boxes in Form von Smartphones mit sich herumtragen, was für uns eine neue Herausforderung, aber auch Chance darstellt. Zudem dürfen wir uns auch inhaltlich permanent mit neuen Diensten und Angeboten auseinandersetzen, die ebenso rasch verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Warum also nicht diese Ausgangssituationen zusammenfassen und ein BYOD-Medienprojekt zu aktuell angesagten Tools und Apps durchführen? Dieses Experiment sind wir im SIN – Studio im Netz angegangen, um Handyclips produzieren zu lassen, die derzeitigen Trends im Handmade-Stil erläutern.
PREVIEW
Gestern war noch Facebook in, heute ist es WhatsApp, morgen vielleicht Tumblr oder Snapchat oder etwas ganz anderes. Um als pädagogisch Verantwortliche nicht den Überblick zu verlieren, empfiehlt es sich, intensiv zu surfen, zu lesen und zu experimentieren. Zudem können die Jugendlichen als Expertinnen und Experten ihrer Medienwelt fungieren und ihre medialen Favoriten erklären – eine Aufgabe, die zugleich eine reflexive Betrachtung der eigenen Mediennutzung anregt.
Unsere Idee war es daher, dass die beteiligten Schüler/innen kurze „Erklärvideos“ produzieren. Als Darstellungsform wählten wir den Look von Clips, die derzeit bei YouTube überaus populär sind: selbstgezeichneten (bzw. in gezeichneter Form animierte) Videos im Stil von „draw my life“, „Explainity“ oder „in plain english“. Derartige Clips sind mit ihrem ureigenen Charme nicht nur nett anzusehen, sondern lassen sich auch relativ simpel produzieren, beispielsweise mithilfe von Apps wie „explain everything“ oder (back to the roots) mit Schere, Stift und Papier.
Auch die Frage nach der verwendeten Technik lösten wir pragmatisch: Die Zeiten, in denen für ein Videoprojekt mit mehreren Schulklassen ein VW-Bus voller Technik angekarrt werden musste, sind glücklicherweise vorbei. Wer nach dem Prinzip „bring your own device“ arbeitet hat genügend Technik zur Verfügung, wobei das Wort „bring“ skurril erscheint, da sich die meisten Devices sowieso in den Taschen der Schülerinnen und Schüler befinden. Die Ausstattung mit Smartphones ist so weit fortgeschritten, dass sich in Kleingruppen à 3 bis 4 Personen mindestens ein Kamera-Handy findet.
Damit sind die Vorüberlegungen schon fast erklärt, die im Vorfeld der „jugend.medien.werkstatt“ angestellt wurden. Durchgeführt wurde das Projekt im Juli 2013 vom SIN – Studio im Netz am Gymnasium Markt Indersdorf. Geklärt werden mussten noch organisatorische Details vor Ort, beispielsweise die Freistellung der Klassen und die Reservierung diverser Räume, was jedoch immer mit einem Medienprojekt zusammenhängt. Ein Aspekt dieses Projektdesign kommt uns noch entgegen: Da die Jugendlichen nicht selbst vor die Kameras treten, sind keine Eltern-Einverständniserklärungen zum Recht am eigenen Bild erforderlich.
Die Aufgabenstellung an die Jugendlichen lautete schließlich:
„Stellt eure Lieblings-Tools und -Apps vor, beleuchtet die Faszination wie auch die Schattenseiten dieser Dienste, zeichnet ein paar Skizzen dazu – und präsentiert die Ergebnisse in Form von Handyclips.“
Im Laufe weniger Stunden entstanden daraufhin kleine, authentische Portraits im Handmade-Stil, die einen umfangreichen Überblick über angesagte Tools liefern: von A wie „Ask.fm“ über L wie „Let´s Play“ bis Y wie „YouTube“.
Alle Clips sind nun online zu sehen, die konkrete Vorgehensweise beim Projekttag wird im Folgenden beschrieben: Den ganzen Beitrag lesen
