Neue Präsentationen voraus
"stop ahead sign" von Benimoto auf flickr.com
Prezi beseitigt zwar nicht die Grundprobleme von beamergestützten Präsentationen, bringt aber gegenüber den „linearen“ Programmen PowerPoint und Keynote einen Kreativitäts- und damit auch Aufmerksamkeitsgewinn. Entsprechend wird es in der Medienpädagogik und darüber hinaus als Hoffnung für Präsentationsgeplagte gehandelt.
Mit Ahead.com macht sich seit einigen Monaten ein Konkurrent auf, der ähnliche Funktionalitäten verspricht und an einigen Stellen sogar besser sein möchte. netzwertig.com hat einen Vergleichstest gemacht und stellt dem neuen Angebot ein tendenziell gutes Zeugnis aus. Klingt vielversprechend und macht Lust auf den ersten eigenen Test. Haben Sie schon Erfahrungen mit Ahead?
In eigener Sache: die Praxis-Blog Mediathek
Schon seit einiger Zeit stoßen unsere Videotutorials und Screencasts auf eine hohe Resonanz unter der Leserschaft. Durch das positive Feedback sahen wir uns animiert, sämtliche Screencasts in einer neu angelegten Mediathek zur Verfügung zu stellen. Aber auch die Podcaster unter Ihnen sollen nicht zu kurz kommen. Über unseren Screencast RSS Feed erhalten Sie alle Video-Tutorials direkt in Ihren Lieblings-Podcatcher. Viel Spass.
Erfrischende Frischfilme
Medienpädagogik und die freie Filmszene gehören einfach zusammen, das wird mir immer wieder bewusst: Nicht nur können Videoprojekte für Jugendliche ein Einstieg in das FilmemacherInnendasein bedeuten, die Produkte der freien Szene sind gleichzeitig immer wieder schöne Inspirationen für die medienpädagogische Arbeit.
Jüngstes Beispiel für letztere Verbindung ist die Filmcommunity „frischfilm“ des Schweizer Fernsehens. FilmemacherInnen können dort ihre Werke hochladen, die Community bewertet sie und bringt die besten ins Fernsehen. Heraus kommt eine grandiose Sammlung medienpädagogischer Inspirationen — und vielleicht ja auch ein Sprungbett für die Filmstars von morgen.
Medienpaedagogik Praxis-Podcast #12: Online-Konferenzen mit Spreed
Kommunikation und Zusammenarbeit – Das sind Begriffe, die nicht nur im medienpädagogischen Alltag eine Rolle spielen. Mit der steigenden Entwicklung der Web-Angebote und dem weiteren Ausbau von DSL oder HSDPA Internetverbindungen steigen natürlich auch die Möglichkeiten der Kollaboration. Schon vor langer Zeit habe ich in diesem Zusammenhang hier das Konferenz-Angebot von spreed.com vorgestellt. Bis zu drei Benutzer können kostenlos an einem Video-Meeting teilnehmen und alle Formen des Austausches und der Zusammenarbeit geniessen, vom gemeinsamen Mindmapping bis hin zum Desktop-Sharing. Erst jüngst hat spreed es uns wieder ermöglicht, eine Medienpädagogik-Praxis Konferenz zwischen den Autoren in Rheinland-Pfalz und Thüringen zu organisieren. Grund genug, spreed.com in einem Video-Tutorial vorzustellen und die wichtigsten Merkmale zu erläutern.
Aktive Videoarbeit goes 3D
Seit „Avatar“ hat 3D-Film Konjunktur – auch bei Kindern und Jugendlichen – und MedienpädagogInnen können sich fragen, wie dem Interesse an der Technologie auch in der Aktiven Videoarbeit Rechnung getragen werden kann. Wir haben verschiedene Methoden ausprobiert und liefern heute ein kleines Tutorial für medienpädagogische Videoprojekte in 3D, das mit vorhandenen Mitteln (normale Videokameras, Computer, herkömmliche Software) auskommt. In einem zweiten Artikel stellen wir demnächst eine Methode mit spezieller Software vor.
Das Fazit vorweg: Die hier vorgestellte Methode funktioniert gut, ist einfach und bringt ansehnliche Ergebnisse. Dadurch, dass alles selbst gemacht wird, erstellen Kinder und Jugendliche so nicht nur leicht eigene 3D-(Animations)filme und haben damit viel Spaß und ein großes Erfolgserlebnis, sondern nehmen dabei auch eine immense Portion Medienkompetenz mit und lernen auch noch einiges über den Sehsinn des Menschen. Allerdings setzt die hier gezeigte do-it-yourself-Methode auch ein gewisses Maß an Motivation voraus und ist eher für Video-AGs etc. geeignet.
Und um es nochmal deutlich zu sagen: Wer die Animationskomponente weglässt, der/die kann mit der beschriebenen Methode auch „richtige“ (also gedrehte) 3D-Videos produzieren. Viel Spaß beim Nachmachen! Den ganzen Beitrag lesen
SingStar und Karaoke online
"Empty Guns" von teliko82 auf flickr.com
Bei vielen (medien)pädagogischen Projekten und in fast jedem Jugendhaus ist SingStar weiterhin der Renner: Singen in der Gruppe macht Spaß und die Bewertung lässt schnell Casting-Stimmung aufkommen. Ist die Konsole mal nicht zur Hand und soll spontan Karaoke gesungen oder SingStar gespielt werden, dann müssen Online-Lösungen her.
Schon an anderer Stelle habe ich über ein Online-SingStar-Angebot geschrieben, Mikestar bietet ebenfalls ein technisch einwandfreies Äquivalent, das auch ohne Anmeldung funktioniert. TalentRun benötigt eine (kostenlose) Anmeldung, konzentriert sich auf Karaoke, bietet aber auch Contests an. Karaokeplay hat ein ähnliches Angebot, hier lassen sich aber die Lieder auch ohne Anmeldung singen. Viel Spaß dabei!
[via medienlernen.ch]
Darfs ein wenig weniger sein? – Farbtherapie
Weniger ist manchmal mehr. Insbesondere in unserer Zeit, in der immer mehr Farben – und diese auch noch brillianter, schärfer, farbiger und überhaupt – gesehen werden können. Mit oft übersättigten Farben wird um unsere Aufmerksamkeit gerungen, so dass weniger davon schon eher wieder auffällt.
Wenn sich medienpädagogische Fotoprojekte mit Bildern in schwarz-weiß beschäftigen, sieht mensch oft den krassen Gegensatz zum oben skizzierten Bild: Graustufen. Doch das muss nicht sein, es gibt auch ein Dazwischen. Und wie mensch an dieses Dazwischen gelangt und gekonnt dosiert einsetzt beschreiben zwei kurze und gut nachvollziehbare Tutorials des dr.web anhand von GIMP.
Auch wenn GIMP immer noch für manch eineN gewöhnungsbedürftig zu sein scheint, für die Jugendarbeit gibt es meines Erachtens keinen gleichwertigen (im doppelten Sinne) Ersatz. Also, hier und jetzt mit einsteigen und die freien und kostenlosen Softwareangebote, wenn nicht gleich lieben dann doch zumindest schätzen lernen.
Mit YouTube online schneiden
Screenshot aus YouTube
Das ist alles andere als eine Gefahr für „richtige“ Schnittsoftware, aber vielleicht ein Backup für Notsituationen – oder medienpädagogische Remix-Projekte auf YouTube: Die Videoplattform hat einen neuen Online-Videoeditor an den Start gebracht.
Gegenüber dem alten „Remixer“ ist der „YouTube Video Editor“ sehr, sehr einfach, trotzdem lassen sich mit ihm Filme, die im eigenen Konto bei YouTube hochgeladen sind, trimmen und aneinander montieren. Das schafft es bei mir bisher nur zum Label „gut zu wissen“, ist aber technisch ganz ausgereift und lässt auf mehr gespannt sein.
Geschichten finden mit Comic-Strips
Screenshot aus bitstrips.com
Die eigenen Geschichten der Kinder und Jugendlichen zu finden und in Medienprodukte umzusetzen, das ist eine der Herausforderungen in der Medienpädagogik. Auf dem Weg dahin sind Methoden gefragt, die TeilnehmerInnen in Projekten ermöglichen, ihre Stories aufzuschreiben.
Eine solche Methode können einfache Comic-Strips sein, mit denen Kinder und Jugendliche ihre Ideen in einer Brainstorming-Phase skizzieren. Miriam Fischer hat in ihrem Blog Online-Dienste gesammelt, mit denen einfach kurze Comics erstellt werden können. Neben Softwarelösungen wie ComicLife haben MedienpädagogInnen damit sicher ein gutes Instrument für die Geschichtenentwicklung an der Hand.



