GIMP vs. Photoshop

Der Kampf um die Gunst der User wird immer ausgeglichener und wie das Smashing Magazine zeigt gibt es kaum noch Unterschiede zwischen der proprietären Software Photoshop und der Open Source Konkurrenz GIMP – abgesehen vom Investitionsaufwand natürlich. Für MedienpädagogInnen ist GIMP interessant, weil es zum einen kostenlos ist und zum anderen fast beliebig mit Plug-Ins erweitert werden kann. So kann GIMP unter anderem:
- innerhalb eines Fensters dargestellt werden (für GIMP-ungewohnte Augen ein wichtiger Punkt, da es anfänglich zu Konfusion und ggf. auch zu Aggression führen kann).
- beigebracht werden mit diversen Photoshop-Plug-Ins umgehen zu können!
- CMYK unterstützen!
- Animationen erstellen.
- und, und, und!
Inspirationen, Anleitungen und unzähliges mehr gibts hier, hier und auch hier.
Medienpaedagogik Praxis-Podcast #9: Screencastle.com
In dieser Folge unseres Podcasts möchten wir gerne den Web Dienst Screencastle.com vorstellen. Es handelt sich hierbei, wie der Name schon sagt, um einen Dienst, um online Screencasts zu erstellen. Die Resultate werden dann auf dem Server von Screencastle gespeichert. Von dort aus können sie heruntergeladen, online betrachtet oder mit anderen Personen getauscht werden.
Screencastle eigenet sich besonders für medienpädagogische Projekte. Abläufe, Schritte oder HowTos können schnell ohne besondere Software- und Hardwarevorraussetzungen als Video erstellt und den Teilnehmern problemlos zur Verfügung gestellt werden.
Verfolgungsjagd mit Google?
„Wir können vieles realisieren, Autoverfolgungsjagden werden allerdings schwierig.“ Das ist einer meiner Standardsätze bei medienpädagogischen Videoprojekten mit Jugendlichen: Kamerafahrten sind ja schon ambitionierte Unterfangen, Autoverfolgungen dagegen noch schwieriger, wenn auch die Qualität stimmen soll.
All das könnte sich aber dank Google Street View und Google Earth ändern: Ein Video von Joe Laz bei flickr zeigt, wie mit Google Street View mit dem StopMotion-Effekt Autofahrten „gefilmt“ werden können. Und der Gaiagi Driver zaubert selbst im Browser einfache Fahrten mit Google Earth. Insbesondere letzteres sieht noch sehr freakig aus, aber wer weiß, was in den nächsten beiden Jahren passiert.
Das Netz mal anders
Wer einmal mehr ein Gefühl dafür bekommen möchte, wie schnell sich das Internet verändert, dem/der sei die aktuelle „Web Trend Map“ der Information Architects aus Japan ans Herz gelegt. Die InformationsmeisterInnen bringen jährlich wichtige Internetseiten und -akteurInnen auf der U-Bahn-Karte Tokios zusammen. Das ist nicht nur eine geniale Visualisierung, die in medienpädagogischen Webprojekten und Internetabenden ihren Platz finden kann – der Blick auf die vorletzte Karte aus dem Jahr 2007, als ich zum letzten Mal darüber schrieb, wird da schon zum Blick in die graue Vergangenheit: Damals noch keine Spur von Doodle, iPhone und GoogleReader, heute sind Technorati, FAZ und NZZ von der Karte verschwunden.
Zurücklehnen: Leitfaden für „Pflichtablieferung“ von Webseiten
Nun ist es richtig amtlich: WebseitenbetreiberInnen, also insbesondere auch Jugendgruppen die medienpädagogische Webprojekte machen, müssen auch nach der „Pflichtablieferungsverordnung“ an die Deutsche Nationalbibliothek nicht aktiv ihre Inhalte abliefern. Schon nach dem Inkrafttreten der Verordnung war relativ schnell klar, dass es automatisierte Verfahren geben würde (wir berichteten), nun haben sich BITKOM, DIHK und die Deutsche Nationalbibliothek auf einen Leitfaden geeinigt. Demnach werden von der Nationalbibliothek vorerst nur „abgrenzbare digitale Publikationen“ archiviert. Als solche gelten unter anderem online veröffentlichte Bücher und Aufsätze. Ohnehin nicht betroffen sind Portale mit aktuellen Nachrichten sowie Foren, Communitys und Homepages mit privaten Inhalten. Und das allerwichtigste gibt es auch nochmal schwarz auf weiß: KeinE Homepage-InhaberIn muss selbst aktiv werden – die Nationalbibliothek meldet sich sozusagen. Den gesamten Leitfaden gibt es hier als PDF zum herunterladen.
Sightseeing bei Google
Manchmal ist das Internet doch mehr als nur virtuell – zumindest wenn es um Server geht. Dass Google von denen mehr als nur ein paar hat, das erahnen die meisten, ein Demonstrationsvideo vom Internetriesen selbst ermöglicht aber detaillierte Inneneinsichten in eine Google Serverfarm, inklusive Erläuterungen zum Aufbau des Serverlagers, Kühlkonzepten usw.
Meiner Meinung nach ist das gleich aus zwei Gründen für MedienpädagogInnen interessant: Einmal schaut mensch gerne mal bei einem Internetprojekt auch hinter die Kulissen von Google – zum anderen ist der Film mediengestalterisch gesehen ein hervorragendes Beispiel für einen nicht ganz gelungenen Film: die Schwenk- und Zoomorgien haben selbst mich an den Rand der Seekrankheit gebracht. 🙂
Bayerische Kultur in sieben Minuten: Oachkatzlschwoaf
Die Dialekte lassen mich nicht los: Bei meinem jüngsten Dialektvideo-Posting ist mir auch wieder „Oachkatzlschwoaf“ begegnet, ein wunderschöner Film zu Bayern, Heimat, Dialekt, Vorurteilen, Kultur. SchülerInnen eines Deutsch-Leistungskurses des Gymnasium Bad Aibling haben den genauso kurzweiligen wie unterhaltsamen Film in einem medienpädagogischen Projekt produziert – und damit auch einige Auszeichnungen eingeheimst. Als Beispielfilm zum Wochenende gibts „Oachkatzlschoaf“ hier zum herunterladen (sportliche 190MB, die sich aber in jedem Bit lohnen). Schöne Ostern!

Die Sicherheit der Privatsphäre und der Userdaten von Social-Communities ist immer wieder Thema für MedienpädagogInnen. Manche Plattformen wie z.B. Facebook ändern sogar ihre AGB’s nachträglich, so dass die bereits gesammelten Daten ohne drohenden rechtlichen Konsequenzen genutzt und verkauft werden können (