Das Internet und die Wirklichkeit
Es zeigt sich immer wieder, dass das Internet reale Zusammenhänge abbildet. Jüngster Beweis sind die Internet-„Landkarten“ von Chris Harrison, die auf eindrucksvolle Weise Daten visuell aufbereiten. Auf den Bildern ist u.a. die Verbindungsdichte und der Internetverkehr zwischen einzelnen Städten der Erde zu sehen. Und es wird klar, dass die schwarzen Löcher auch eben auch in Politik und Wirtschaft schwarz sind.
Sieger des Galao Shots Kurzfilmfestival
Beim Galao Shots Kurzfilmfestival in diesem Sommer in Berlin drehte sich alles um das Thema „Löffel“. Das Festival ist vorbei, die PreisträgerInnen gekürt – und nun auch die Siegerfilme online zu bewundern. Auf 99stories.com sind neben den PreisträgerInnen auch Interviews und weitere Festivalberichterstattung zu bewundern. Und das ganz nebenbei auf einer fantastischen Flashseite, die den state-of-the-art der Flash/Video/Webtechnik zeigt. In jedem Sinn ein Beispiel für die Medienpädagogik.
Premiere Elements
Mit dem grundlegenden Update auf iMovie 08 hat sich Apple eher wenige FreundInnen gemacht, auch wenn die Entwicklung differenziert betrachtet werden muss (ich hab mir einen Test aus medienpädagogischer Sichtweise vorgenommen). Dennoch kann Cupertino froh sein, dass das jüngst neu veröffentlichte Adobe Premiere Elements nicht für Max OS X veröffentlicht wird. Immerhin können PC-UserInnen aufatmen: endlich gibt es eine einigermaßen professionelle Softwarelösung für den einfachen Videoschnitt unter Windows. Und der erste Eindruck gibt auch Grund zur Hoffnung, dass Premiere Elements auch ein Tool für die Medienpädagogik sein könnte.
Webtipps zum Thema Bildung aus dem Grimme Online Award
Die müssen schließlich wissen, was gut ist: Das Grimme Institut veranstaltet jährlich den Grimme Online Award, der als anerkanntes Gütesiegel für deutschsprachige Websites gilt. Unter den vielen PreisträgerInnen der letzten Jahre waren auch einige Websites, deren Inhalte bildungsrelevant sind, bspw. Webangebote gegen Rassismus, Informationsangebote zu anderen Ländern, aber auch Beiträge aus der Medienpädagogik. Alles Grund genug für die MacherInnen, diese Seiten strukturiert zusammenzustellen inkl. Altersempfehlungen und der Zuordnung zu bestimmten Themen. Eine gute Linkliste – für die Schule wie für die Jugendarbeit.
http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=624
Computerspielbroschüre der Bundesprüfstelle
Einmal mehr werden Eltern in die Verantwortung genommen und diese vor gesetzliche Regelungen gestellt, wenn es um Computerspiele geht: Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) hat eine Broschüre für Eltern zum Thema „Computerspiele“ herausgebracht, in der 20 Fragen zum medienpädagogischen Umgang mit den Spielen beantwortet werden. Von „Was muss ich beim Kauf eines Computerspiels beachten?“ über „Was ist eine Indizierung?“ bis hin zu „Ist es für die Entwicklung meines Kindes besser, wenn es keine Computerspiele spielt?“ reicht das Spektrum der Fragen; es werden auch einige weitere Informationsquellen genannt. Die Publikation kann heruntergeladen werden oder auch in kleineren Stückzahlen kostenlos bei der BpjM bestellt werden.
graspr: Howto-Videos
graspr ist im medienpädagogischen Zusammenhang gleich doppelt relevant: Als potenzielle Lernquelle und als Anlass und Beispiel für eigene Produktionen. Auf der Website können die UserInnen eigene HowTo-Videos hochladen zu allem, was sie als ihr spezifisches Wissen betrachten: vom Kochrezept bis zum Hausbau. Wieso also nicht beim nächsten Videoprojekt mal eigenes Wissen festhalten?
Online-Lernwerkstatt der Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit hat auf ihren Internetseiten eine Zusammenstellung kostenloser Online-Lernangebote veröffentlicht. Die Themenfelder sind Ausbildung, Bewerbung, Existenzgründung, PC/Internet und Allgemeinbildung/Sprachen. Interessierte können sich so nicht nur spezifisch weiterbilden, sondern auch Erfahrungen im Online-Lernen sammeln. Insbesondere im Bereich PC/Internet sind Module, die sich auch für den Einsatz in der Medienpädagogik eignen.
Die schöne Welt der Jugendschutz-Filter
Ein 16jähriger Australier hat eindrucksvoll gezeigt, was von den – von der Politik oft hochgelobten und in der Medienpädagogik umstrittenen – Jugendschutz-Filtern zu halten ist: Innerhalb von 30 Minuten hat er den umgerechnet 52 Millionen Euro teuren, nagelneuen Filter der australischen Regierung geknackt – und als die nachlegte dasselbe in 40 Minuten wiederholt. Und das wohlgemerkt so, dass die Manipulation nicht auffiel und der Filter volle Funktionalität meldete. Aufmerksame Eltern sind eben doch besser als jede Technik.
Quelle: http://www.chip.de
Medienpädagogische Internetseite für Eltern
„Verantwortung der Eltern“ – an die wird in den Beiträgen auf „Computer, Glotze und Co.? Ohne Risiko!„, der neuen Internetseite des Bayrischen Rundfunks für Eltern, appelliert. Das Webangebot reiht sich in viele aktuelle Angebote ein, die Eltern in der Medienerziehung und im Jugendschutz unterstützen möchten.
Und das gelingt hier ganz gut: Ohne Dämonisierung und auf Vernunftbasis geben die MacherInnen praktische Tipps – unter den Fragestellungen „Macht Fernsehen dumm?“, „Macht Fernsehen schlau?“, „Stunden vor der Glotze: Wie viel ist zu viel?“, „Surfen, Chatten, Spielen – Kids im Internet“, „Eine Frage der Sicherheit“ und „Mit Kindern surfen“.
