Lizenzierungshilfe für Wikipedia Bilder
Screenshot der Startseite: lizenzhinweisgeber.de
In medienpädagogischen Projekten ist immer wieder das Thema Urheberrecht vertreten. Über CC Lizenzen und ihre Kombinationen haben wir schon häufiger im Blog was geschrieben. Nicht ganz so einfach ist es, wenn man CC Lizenzen weiter verwendet oder gar bearbeitet weiternutzt (hier ein Artikel mit Videoanleitung im Blog). Zumindest für die Wikipedia Bilder, bzw. die Bilder der Wikimedia Commons gibt es jetzt eine Lizenzierungshilfe, mit der man auch sehr gut weiterführende Lizenzierungen von CC Lizenzen in Workshops darstellen kann.
Wikimedia Commons ist die Bilder und Mediendatenbank von Wikipedia. In ihr sind sehr viele Bilder unter CC-Lizenz veröffentlicht. Wenn ich diese Bilder für eigene Produkte verwenden will, dann kann ich das einfach und legal tun. Allerdings muss ich einen korrekten Lizenznachweis angeben. Das ist bei CC Lizenzen nicht immer einfach, wenn ich selber das Ursprungswerk verändere, bearbeite und jetzt selber „Urheber eines neuen Werkes, auf Grundlage eines CC Werkes“ bin.
Hier bietet der Linzenzhinweisgenerator, mit dem man ganz einfach rechtsverbindliche Lizenznachweise für die Wikipediabilder erstellen kann eine gute Hilfe. Würde man sich grundsätzlich für alle CC Lizenzen wünschen.
Kollaboratives Zeichnen zur Kreativitätsunterstützung (Handbuch Making-Aktivitäten)
Mit Hilfe einer kostenlosen iPhone-App kann (an mehreren Tablets) eine gemeinsame Zeichnung erstellt werden, um Kreativitätsprozesse und Teamarbeit auf neuartige, spielerische Weise zu vereinen.
| Setting | Grundschule / Bildnerische Erziehung, Zeichnen |
| Dauer | eine Doppelstunde |
| Zielgruppe | 3. oder 4. Schulstufe, Kinder sollten ein iPad generell bedienen können, Klassenstärke (abhängig von der Anzahl der Endgeräte, Ausstattung: 1:1) |
| Zielsetzung | kollaboratives Erstellen einer Zeichnung zur Unterstützung von Teamarbeit und Kreativitätsprozessen |
| Notwendige Ausstattung | WLAN, iPad mit mind. iOS8, Teamsketch-App (kostenlos). Anmerkung: Die hier vorgestellte App ist eine Neuentwicklung; ähnliche Produkte fehlen bislang, es ist aber anzunehmen, dass diese mittelfristig auch für andere Betriebssysteme zur Verfügung stehen werden. |
| Aufwand | Vorbereitungsaufwand falls die App überall zu installieren ist (insbesondere wenn ein Update auf min. iOS 8 nötig ist); Einarbeitung in die Handhabung der App; Erstellung von Accounts (siehe Vorbereitung). |
10 Jahre Medienpädagogik Praxis-Blog: Aufruf zur Artikel- und Blogparade
März 2006: Süddeutschland und die Schweiz versinken im Schnee, Tobias Regner (??) gewinnt DSDS, Jack Dorsey verschickt seinen ersten Tweet – und in zwei Blogs irgendwo in Deutschland erscheinen die ersten Artikel. Tobias und ich haben damals in je eigenen Blogs begonnen, uns aber recht schnell zusammengetan. Und andere Autor_innen kamen dazu. Und tatsächlich haben Menschen unsere Beiträge gelesen und es wurden sogar mehr. 🙂
So hat sich allmählich das Medienpädagogik Praxis-Blog entwickelt. Für mich ist immer noch unbegreiflich und gleichzeitig eine große Ehre, wie viele Menschen uns kennen. Und fast noch unbegreiflicher ist, dass wir nun schon 10 Jahre publizieren! Mehr als 1400 Artikel sind bisher auf dieser Website veröffentlicht worden – und die Themen gehen nicht aus, weil Medienpädagogik immer dynamischer und ein immer breiteres Feld wird.
Wir möchten unseren 10. Geburtstag nutzen, um zurück, aber vor allem nach vorne zu schauen – und rufen zu einer Artikel- und Blogparade auf: Wir bitten Sie und Euch um Rezensionen unseres Blogs. Eure Meinung zu unserer Arbeit wäre eine große Ehre für uns. Unsere Fragen sind:
- Welcher Artikel oder welches Angebot aus dem Blog hat Dir in Deiner
Arbeit weitergeholfen und warum? - Was zeichnet das Blog aus, was ist empfehlenswert und was könnte an unserem Angebot anders bzw. besser sein?
Wir bitten Sie und Euch um Statements auf allen Kanälen und werden – nach einem Hinweis per Mail – alle Rezensionen hier verlinken bzw. Statements auf Twitter und Facebook weitersagen.
Wir schlagen als Hashtag #mppb10 vor.
Verrückte Maschinen – aus dem Game in die Realität (Handbuch Making-Aktivitäten)
Ein Game rund um verrückte Maschinen („Crazy Machines“) mit seinen Rätseln und Kettenreaktionen wird in der realen Welt nachgebaut.
| Setting | mindestens ein großer Raum, der das Arbeiten mit verschiedensten Materialien ermöglicht |
| Dauer | zwei aufeinander folgende Tage à fünf Stunden inklusive Abschluss-Präsentation für Eltern und andere Interessierte |
| Zielgruppe | für Kinder von 8-12 Jahren, keine Voraussetzungen, 13 Kinder (2 Betreuer) – bei entsprechender räumlicher und personeller Ausstattung auch mehr |
| Zielsetzung | gemeinsames Spielen und Tüfteln rund um Kettenreaktionen und die gemeinsame Umsetzung, ggf. bis zur Präsentation vor Publikum |
| Notwendige Ausstattung | Wii-Konsole(n), PC(s) und/oder Tablets mit ‚Crazy Machines‘, umfangreiches Bastelmaterial zur freien Entfaltung der Kreativität |
| Aufwand | großer Aufwand, insbesondere in der Materialbeschaffung, kontinuierliche Betreuung während des Workshops |
Online-Quellen beurteilen
In Zeiten von erbittert geführten Diskussionen, Verschwörungstheorien und anderen Halbwahrheiten in sozialen Netzwerken gehört die richtige Einschätzung von Quellen aus dem Internet zu den wichtigen Fähigkeiten, um sich eine adäquate Meinung zu bilden und ein selbstbestimmtes Mitglied der Gesellschaft zu sein. In diesem Sinn haben wir in jüngster Vergangenheit schon auf einige Materialien hingewiesen, die bei der Recherche und Verifikation von Inhalten helfen.
Nun bin ich auf das Dossier von saferinternet.at zur richtigen Beurteilung von Online-Quellen gestoßen, das zahlreiche Materialien zum Thema bietet: Checklisten mit Tools zur Überprüfung, Unterrichtsmaterialien, Broschüren, Videos und allgemeine Infos zu Suchmaschinen. Eine wahre Fundgrube also für alle, die medienpädagogisch zur Recherche und Verifikation im Netz arbeiten möchten.
Lötübungen für den Einstieg (Handbuch Making-Aktivitäten)
Mit einfachen Lötübungen können Kinder und Jugendliche bei der Herstellung eigener Produkte einfache Fertigkeiten im Umgang mit Lötzinn erwerben. Das Löten ist Grundlage für zahlreiche weitere Konstruktionstätigkeiten, Erfahrungen damit bringen nur wenige Kinder mit.
| Setting | Einstiegsübungen in einer offenen Werkstatt oder im Unterricht (Achtung: Betreuungsschlüssel!) |
| Dauer | eine Stunde, mehr je nach weiteren Aufgaben |
| Zielgruppe | etwa 3. bis 10. Klasse, handwerkliches Geschick vorteilhaft, Betreuungsschlüssel ca. 1:5 bis 1:8 |
| Zielsetzung | Fertigkeiten zum Verlöten von Metalldrähten einüben als Voraussetzung für die Arbeit mit LED und einfachen elektrischen Schaltungen |
| Notwendige Ausstattung |
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| Aufwand | je nach Ausstattung der Einrichtung gering bis mittel |
Snapchat #3: produzieren
Nachdem wir einen grundlegenden Einblick in die Welt von Snapchat und einen Überblick über innovative Snapchatter gegeben haben, widmen wir uns im dritten Teil der Serie der Produktion von Snaps.
Aktiv gestalten können Sie in Snapchat verschiedene Bereiche: persönliche Nachrichten, Stories (“Meine Geschichte”) sowie Geofilter.
Die persönlichen Nachrichten sowie die Stories funktionieren weitgehend ähnlich: Kamera mit Foto oder Video benutzen, mit Text, Icons und selbst Gemaltem gestalten, dazu verschiedenste Filter auswählen. Das Ergebnis kann dann in die eigene Story (Symbol unten in der Mitte mit dem Plus-Zeichen) oder als persönliche Nachricht an Freunde (Pfeil-Symbol unten rechts) geschickt werden.
Ein wichtiger Unterschied: wenn sie erst in eine Konversation mit einem Freund gehen, können Sie über den gelben Kamera-Button dann unten rechts auf die lokale Bildergalerie zugreifen und so auch vorproduzierte Inhalte und aufwändigere grafische Gestaltungen vornehmen. Für die öffentlichen Geschichten lässt Snapchat dies leider nicht zu. Dennoch stößt man dort regelmässig auf vorproduzierte Inhalte, dies geht aber nur über Dritt-Anbieter-Apps, welche leicht in den entsprechenden Stores zu finden sind – Snapchat erlaubt diese Nutzung nicht, bislang ist aber auch kein Fall bekannt, wo Snapchat dagegen vorging, insofern: Nutzung auf eigenes Risiko, dafür kann leider keine Empfehlung ausgesprochen werden. Spannend bleibt zu beobachten, ob dieser restriktive Weg mit nicht aktuell produzierten In-App-Inhalten die Zukunft von Snapchat ist – oder sich hier die Strategie von Snapchat nochmal verändert.
Unendliches (Hör)Spiel
Screenshot der Website
Ein schönes Experiment läuft gerade auf «Unendliches Spiel»: Dort ist es möglich, eine Textseite aus dem Roman «Unendlicher Spaß» vorzulesen und damit ein Stück Hörbuch zu produzieren: Die Aufnahme wird anschließend Teil eines langen Hörspiels und kann kostenlos heruntergeladen werden.
Für die Medienpädagogik finde ich das gleich aus mehreren Gründen interessant. Für mich ist das Projekt ein spannendes Projektsetting, das sich ähnlich auch in Schule und Jugendarbeit umsetzen lässt: Ein Stadtteil, ein Jugendzentrum oder eine Schule kann Stück für Stück ein Hörbuch umsetzen und auf einer Webplattform zusammenstellen. Je nach Zusammenhang können den Teilnehmenden auch Freiräume in der Gestaltung (etwa Geräusche) eingeräumt werden.
Ebenso wie «Unendliches Spiel» ist das sicher ein guter Anlass
- zu lesen
- sich mit Audio, Geräuschen, Sprache zu beschäftigen
- die zugrundegelegte Geschichte kennenzulernen.
Und es wäre auch möglich, dass auf diese kollaborative Weise auch die Geschichte selbst im Sinne einer Kettengeschichte online entsteht.
«Unendliches Spiel» ist irgendwann abgeschlossen. Die Produktionen sind aber weiterhin kostenlos downloadbar. Und die Idee lässt sich unendlich umsetzen. 🙂
Bananenklavier und Co. mit MaKey MaKey (Handbuch Making-Aktivitäten)
Darum geht’s: elektronische Musikinstrumente zum gemeinsamen Musizieren und Improvisieren im Unterricht selber bauen.
| Setting | Musikunterricht in der Sekundarstufe |
| Dauer | eine Doppelstunde |
| Zielgruppe | 10 bis 12 Jahre / 6.-7. Schulstufe, 20 Kinder, ggf. Vorerfahrung mit Scratch |
| Zielsetzung | Musizieren mit selbst gebauten, elektronischen Musikinstrumenten; elementare Gruppenimprovisation; Förderung der Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit |
| Notwendige Ausstattung | ünf MaKey-MaKey-Sets, fünf Computer mit Internetzugang, 30 Bananen, ggf. weitere Kabel oder auch Knete anstatt dem Obst (das im Anschluss auch recht matschig ist und schnell zu einer Bananenmilch verarbeitet werden sollte!) |
| Aufwand | einfach |
