Do It Yourself – eine Woche Makerspace in der Jugendeinrichtung (Handbuch Making-Aktivitäten)
Eine Woche lang drehte sich im Haus der Jugend in Monheim am Rhein alles um „Do It Yourself“. Im Makerspace konnten verschiedene Zielgruppen selbstbestimmt in digitalen Bereichen wie Kunst, Technik, Games und mehr arbeiten.
| Setting | offene Jugendeinrichtung |
| Dauer | pro Zielgruppe mindestens zwei Stunden |
| Zielgruppe | für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren sowie für Jugendliche ab 14 Jahren |
| Zielsetzung | Die Teilnehmenden setzten sich kreativ und selbstbestimmt mit Technik auseinander und erleben sich selbst als produzierende Individuen. |
| Notwendige Ausstattung | großer Saal oder mehrere Räume für Tischgruppen, Strom, bestenfalls Internet |
| Aufwand | Vorbereitung je nach Thementischen mit hohem Aufwand verbunden. Jede Aktion (Thementisch) selbst muss von mehreren Erwachsenen betreut werden, mindestens drei Personen, abhängig von der Zielgruppe. |
Der Medienpraxisabend für Eltern von Eltern (Handbuch Making-Aktivitäten)
Der Medienpraxisabend hat das Ziel, die familiäre Mediennutzungskultur um produktive und gestalterische Aspekte zu ergänzen und so zum Reflektieren der bisherigen Medienaktivitäten anzuregen und diese in Frage zu stellen. Die zum hier vorgestellten Konzept zugehörige Webseite http://medienpraxisabend.de/ war am 1.3.16 beim OER-Festival in Berlin nominiert für den OER-Award in der Kategorie „Fusion“.
| Setting | Schule/Abendveranstaltung |
| Dauer | 2 Stunden |
| Zielgruppe | Eltern |
| Zielsetzung | Der Medienpraxisabend hat das Ziel, die familiäre Mediennutzungskultur zu thematisieren und anhand praktischer Beispiele um produktive und gestalterische Aspekte zu ergänzen. Die Vorbildfunktion der Eltern soll dabei genutzt werden, um die neu zu erlernende Mediennutzung in die Familie zu transportieren. Die Eltern sollen fit gemacht werden, eine Mediennutzungskultur zu entwickeln, in der man sich nicht von den Kindern abgrenzt, sondern neugierig und forschend miteinander agiert. Die Unsicherheit der Eltern soll transformiert werden in eine emanzipative Haltung, bei der sich Eltern und Kinder gemeinsam den Herausforderungen stellen. |
| Notwendige Ausstattung | Die Ausstattung ist abhängig von den angebotenen Stationen – und pragmatischer Weise auch von der Ausstattung der Veranstalter/innen. Im Text werden für einige der Stationen Ausstattungsempfehlungen gegeben. |
| Aufwand | hoch, erste Ankündigung ca. 2 Monate vorher, Einbindung der Schulrektor/in, und möglichst vieler Eltern |
Das Handbuch «Making-Aktivitäten» – jetzt auch komplett verfügbar
Selber machen – das ist schon lange ein wichtiges Prinzip in der Medienpädagogik, bisher vor allem bezogen auf Medien. Seit einiger Zeit kommen dazu wichtige neue Impulse: «Making» wird in der Maker-Bewegung viel allgemeiner verwendet und bezeichnet kreatives Gestalten und Selbermachen, vor allem mit digitaler Technik. Beide Sichtweisen und Erfahrungen zusammen bieten wunderbare Möglichkeiten, sich gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen mit digitaler Technik, Computern, Medien auseinanderzusetzen und wertvolle Produkte zu gestalten.
Sandra Schön, Martin Ebner und Kristin Narr haben sich aufgemacht und viele Projekt- und Methodenbeschreibungen rund um Making und Aktive Medienarbeit gesammelt und in einer Publikation zusammengestellt. Herausgekommen ist eine umfangreiche Zusammenstellung, in der Pädagog_innen für Pädagog_innen ihre Erfahrungen weitergeben, gut strukturiert und schön und zudem praxisnah aufbereitet: vom Löten bis zu Robotern, vom Foto bis zum Trickfilm, vom Programmieren bis zum 3D-Druck, usw. usw. Alles (selbstverständlich) unter freier Lizenz!
Seit einigen Wochen erscheinen die Artikel dankenswerterweise nach und nach hier im Blog und werden unsere bisherigen Handbuch-Artikel ergänzen. Nun ist auch die gesamte Publikation zusätzlich als PDF (und, sofern gewünscht, auch gedruckt) zu haben. Da steht dem (Selber)Machen eigentlich nichts mehr im Weg.
Gaming und Hate Speech – eine Annäherung
„Bei allem was wir machen, steht der Spaß an erster Stelle. […] Jeder Member hat sich gegenüber seinen Teamkollegen oder anderen Spielern im Netz und im Teamspeak respektvoll und loyal zu verhalten.
Der Clan distanziert sich von jeglichen politischen, jugendgefährdenden und obszönen Gedankengut.“ [von: www.lokiclan.de]
Regeln, wie sie hier Auszugsweise von einer Online-Spielgemeinschaft dargestellt sind, sind eine feine Sache. Natürlich gibt es auch im Netz Verhaltensregeln, die zumeist unter dem Begriff Netiquette subsumiert sind. Jedoch nicht erst seit den hitzige geführten Debatten zum Thema Flüchtlingspolitik und Einwanderung in Deutschland, wird offenbar, dass zum Teil alle Regeln des Miteinanders über Social Media außer Kraft gesetzt scheinen… Das dieses Phänomen nicht nur auf die sogenannten „sozialen Netzwerke“ beschränkt ist, sonders auch in weiten Bereichen der Video- und Computerspielcommunities verbreitet ist, ist auch kein neuer Fakt. Dennoch wird diesem Bereich medienpädagogigischen Wirkens noch zu weinig Aufmerksamkeit geschenkt.
Die nun veröffentlichte Broschüre „Gaming und Hate Speech – Computerspiele in zivilgesellschaftlicher Perspektive“ der Amadeu Antonio Stiftung gibt einen Einblick in die Szene und schafft damit Ansätze sich in Bildungskontexten mit dem Thema zu beschäftigen. Ausgehend von der Frage, wie in schulischer und außerschulischer Bildung mit Computerspielen gearbeitet werden kann, werden die Themen Gender, Videospiel-Communities, Jugendschutz, Rassismus und Rechtsextremismus im Kontext Gaming thematisiert.
Fotoprojekt «Botschaften aus der Kindheit»
Ausschnitt aus dem Projekt (s.u.)
Kinder entdecken die Welt aus ihrer eigenen Perspektive. Sie stellen Fragen, hinterfragen Selbstverständlichkeiten und können sich im spielerischen Umgang mit Dingen verlieren. Viele positive Eigenheiten des Kindseins gehen im Laufe des Älter-Werdens verloren, einige lassen sich bewahren und für manche bedarf es der Erinnerung. Bei diesem Projekt geht es um das Nachstellen von Kinderfotos und um die Formulierung einer spielerisch-philosophischen Botschaft eines Kind-Ichs an das heutige Ich. Den ganzen Beitrag lesen
Der Makerspace an der Freien Aktiven Schule Wülfrath (Handbuch Making-Aktivitäten)
Die Freie Aktive Schule Wülfrath richtet einen Makerspace ein. Mathias Wunderlich beschreibt das Konzept und Hintergrund des Makerspace, der wohl einer der ersten an einer deutschen Schule ist.
| Setting | Gesamtschule, Schulfach Arbeitslehre/Technik + interdisziplinärer Ansatz |
| Dauer | Permanente Einrichtung |
| Zielgruppe | Klasse 5 bis 13 (Sek. I + II), Raum steht allen Schülerinnen und Schülern offen, auch unabhängig von aktuellen Fächern, gewählten Kursen etc. |
| Zielsetzung | Begegnung der Schüler/innen mit Handwerk, Technik und Arbeit über das konkrete Tun, weitgehend selbstständiges, schülerzentriertes Lernen, Ausprobieren, Fehler machen, Erfahrungen sammeln |
| Notwendige Ausstattung | Der Makerspace ist (im Endausbau) ein eigener Bereich in der Schule, bestehend aus mehreren Räumen, die gezielt für Maker-Aktivitäten unterschiedlicher Art geplant und eingerichtet wurden. Die geplante Ausstattung wird im Text beschrieben. |
| Aufwand | hoch, derzeit werden an der FASW bauliche Voraussetzungen für den Makerspace auf ca. 120 qm in mehreren zusammenhängenden Räumen geschaffen, Einbindung der gesamten Schulgemeinschaft absolut notwendig, langfristiger Prozess, Geldbeschaffung und Sponsorensuche, Öffentlichkeitsarbeit |
Über Medien
Die Auseinandersetzung mit Medien, Zusammenhängen, Hintergründen, Mechanismen und Inhalten ist ein wichtiges Element von Medienpädagogik: Medienkritik eben. In Zeiten von zT. erbittert geführten Auseinandersetzungen im Netz und Sparmaßnahmen im Journalismus ist das subjektiv wichtiger als zuvor, war aber wahrscheinlich schon immer ähnlich wichtig.
In jedem Fall haben Medienpädagog_innen und interessierte Jugendliche und Erwachsene eine neue Informationsquelle: Über Medien ist ein Projekt von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz, in dem sie sich mit aktuellen Medienphänomenen, -inhalten und -diskussionen auseinandersetzen und dazu Hintergrundinformationen bereitstellen. Nach dem Bildblog und seinem eigenen Blog ist das mindestens das dritte preisverdächtige Projekt von Stefan Niggemeier und sicher eine Fundgrube für so manches medienpädagogisches Projekt.
Praxishandbuch Online-Fundraising
Geld sammeln im Internet ist längst nicht mehr Startup-Unternehmen und großen Non-Profit Organisationen vorbehalten. Immer mehr Initiativen, Vereine und natürlich auch Blogs nutzen den Weg, kostensparend und effektiv über das Internet Unterstützung zu suchen. Hierbei kann das 184 Seiten starke Praxishandbuch Online-Fundraising eine sehr große Hilfe sein, welches für 9,99 EUR gekauft oder kostenlos als PDF heruntergeladen werden kann. Neben guten praxisnahen Beispielen erhält mensch hier wichtiges Basiswissen rund um die Themen Spendenmanagement, Fundraising und Social Media.
