Broschüre zum Making mit Kindern

CC BY-SA-3.0 Making | imoox.at 2015 |Sandra Schön (BIMS e.V.) und Martin Ebner (TU Graz); Lizenzbedingungen: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Eine kurze Einführung in das kreative digitale Gestalten und Experimentieren mit Kindern ist nun auch online zugänglich. Die Broschüre beinhaltet ein paar kurze Texte zum Making mit Kindern (die aufmerksame Leser/innen des Praxisblog bereits kennen, siehe da und dort) und stellt drei Werkzeuge kurz vor: MaKey MaKey, Scratch und 3D-Brillen.

Entstanden ist die Broschüre als Vorbereitung für eine 4tägige offene digitale Werkstatt für Kinder und einem kostenlosen Online-Kurs mit dem gleichen Titel. Die Broschüre ist dabei offen lizenziert, kann also auch für eigene Materialien und Veranstaltungen genutzt und modifiziert werden.

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Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Verfasst am 14.10.2015

Animated GIFs selbstgemacht

Ausschnitt aus der Website

Animated GIFs sind groß geworden und haben sich von den Rundumleuchten und winkenden Mülleimern der 1990er Jahre emanzipiert. Die kurzen Filmschnipsel haben mittlerweile eher Kultstatus und sind ein beliebtes Medium für Memes.

Das Selbermachen ist nicht unbedingt das Leichteste, umso mehr dürften sich Jugendliche und Medienpädagog_innen über «Make a Gif» freuen, eine Website, mit der superleicht aus Videos, YouTube-Filmen, Bildern oder mit der Webcam Animated GIFs erstellt werden können. Und wem das immer noch zu kompliziert ist, der/die findet dort eine große Auswahl an fertigen Kürzestfilmschnipseln.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 14.10.2015

mobilsicher.de – neue Info-Website von irights.info

Den meisten Lesern dürfte der gemeinnützige Verein iRights e.V. bereits bekannt sein. Neu ist allerdings die aktuelle Info-Website mobilsicher.de, die vom Justiz- und Verbraucherschutzministerium gefördert und von iRights e.V. inhaltlich gefüllt wird. Konkret geht es um die Themen Datenschutz und Datensicherheit bei mobilen Geräten. Auf der Seite sind praktische Tipps und Tricks sowie Basispakete in Form von Hinweisen und Checklisten zu finden, die für jeden eine Bereicherung darstellen, die mit diesen Themen arbeiten. So kann mensch z.B. nachlesen, welche Daten und Informationen ein System sammelt oder wie beispielsweise ein Smartphone oder Tablet für den ersten Start eingerichtet werden sollte…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Ab wann ist der Griff zum Smartphone unhöflich?

Close up person using smartphone von Japanexperterna.se | https://flic.kr/p/sBTNY4

Mit den Studien ist es so eine Sache. Während viele Leserinnen und Leser selbst an wichtigen und guten Studien beteiligt sind, habe ich manchmal das Gefühl, dass vor allem kommerzielle Anbieter sich erst ein gewünschtes und lukratives Ergebnis suchen und dann so lange forschen und würfeln, bis es endlich erreicht wird. So gibt es zu den gleichen Themen die unterschiedlichsten Studien mit ihren Interpretationen und Deutungen, was natürlich den konstruktiven Diskurs mit den Eltern erschwert, denn letztendlich gibt es immer eine Studie, die belegt, wie schädlich und gefährlich die Medien doch sind.

Dennoch möchte ich heute auf eine relativ aktuelle Studie des Pew Research Center’s American Trends Panel aufmerksam machen, die sich mit der Etikette der Smartphone-Nutzung in den USA auseinandersetzt und die Frage stellt, ab wann der Griff zum Smartphone nicht mehr in Ordnung oder sogar als unhöflich erachtet wird. Auf t3n gibt es hierzu eine etwas ausführlicheren Artikel zu den Ergebnissen.

Nun gut, was die Ergebnisse angeht, ist für mich persönlich in China jetzt kein Sack Reis umgefallen, dennoch liegt für meine Arbeit der Mehrwert dieser Studie darin, dass ich einige Grafiken und Informationen als Impuls und Diskussionsgrundlage für die Elternarbeit verwenden kann, um sowohl auf die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten verschiedener Generationen aufmerksam zu machen, als auch auf die Tatsache, dass Eltern und Kinder im familiären Umfeld gar nicht so weit auseinander liegen…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Bilder und Videos gezielt verifizieren

Über Social Media schwappen täglich viele Meldungen in unser Wahrnehmungsfeld, viele sind aufwühlend und wollen förmlich weitergesagt werden. Doch manchmal ist es sinnvoll, ein zweites Mal hinzuschauen, ob die Schlagzeile auf dem Bildschirm wirklich wahr ist. Die Fähigkeit, Grundlagen der Verifikation zu beherrschen, wird in diesem Sinne immer wichtiger – und im Rahmen von medienpädagogischen Projekten können Jugendliche üben, aktuelle Informationen zu überprüfen.

First Draft, eine Gruppe von Journalist_innen, die sich zum Ziel gemacht haben, Berufskolleg_innen einen guten Umgang mit Augenzeug_innenberichten nahezubringen, haben hierzu wertvolle Materialien erstellt: Eine Checkliste zur Verifikation von Fotos, eine zur Verifikation von Videos und ein kleines Buch, das beides enthält. Ein begleitender Artikel listet zudem noch weitere Anleitungen und Hilfsmittel auf. Die Checklisten sind so gestaltet, dass sie die Szenarien auf einen Blick erfassbar machen. So ist das Prinzip der Verifikation leicht zu erfassen.

Mir ist bewusst, dass Jugendliche bei solchen Recherchen nicht die gleichen Mittel wie Journalist_innen haben und durchaus an Grenzen stoßen. Es so zu machen wie die Profis ist meiner Meinung nach aber nach wie vor eine der besten Herangehensweisen in der Medienpädagogik.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Online PDF Dateien bearbeiten

Bei einigen Tools, die wir hier im Blog vorstellen, ist die medienpädagogische Relevanz eher eine großzügigere Auslegung. Oftmals geht es dann eher um kleine aber feine Helferlein, die aber auf jeden Fall ihren Mehrwert für den Arbeitsalltag mitbringen.

In diesem Sinne möchte ich heute mit PDFescape einen Online-Dienst vorstellen, mit dem es problemlos und dazu auch noch kostenlos möglich ist, PDF Dateien bis 100 Seiten Umfang oder 10 MB Größe zu bearbeiten. Das kann meiner Meinung nach sehr sinnvoll sein, wenn wir beispielsweise ohne entsprechende Software auf dem PC Anträge oder Bewerbungen von Jugendlichen in letzter Sekunde ändern müssen, ohne Zugriff auf die entsprechende Quelldateien zu haben.

Die Bedienung es sehr intuitiv und einfach gehalten, meine 30-seitige Testdatei wurde problemlos angezeigt und konnte wie in einem offline PDF Editor verändert werden. Zudem ist es mit PDFescape möglich, Dateien mit einem Passwort zu versehen.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 01.10.2015

Kartenspiele selber machen

Screenshot

Manchmal ist bei Empfehlungen in diesem Blog der Bezug zur Medienpädagogik nicht sooo eng, aber es geht um ein praktisches medienbasiertes Angebot für die pädagogische Arbeit. So ist es auch bei SpieleinderSchule.org: Die Website bietet die Möglichkeit, im Webbrowser eigene Kartenspiele zu erstellen, die dann als PDF oder als Ausdruck in der pädagogischen Arbeit genutzt werden können. Das kann dann zB. ein Ereigniskartenset für ein Plan- oder Gruppenspiel sein, Jugendliche können ein Thema damit aufbereiten – oder ich komme endlich zu einem Medienpädagog_innen-Quartett. 🙂

Das Angebot der PH Bern ist nigelnagelneu und daher manchmal noch etwas sperrig zu bedienen, aber funktioniert grundsätzlich ganz gut. Neben selbst erstellten Karten bietet die Website auch bestehende Kartensets und – sehr hilfreich – didaktische Hinweise zu Einsatzmöglichkeiten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 30.09.2015

YouTube kennenlernen

«LEGO YouTube Play Button» // CC BY-NC Brick 101

YouTube rückt erfreulicherweise immer mehr in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Medienpädagogik kommt in diesem Prozess häufig die Rolle des/der «Übersetzer_in» zwischen den Kulturen zu. Und so entstehen zunehmend Informationsmaterialien und Ressourcensammlungen als Grundlage für diese Informationsarbeit. Jüngst sind mir zwei Angebote über den Mauszeiger gelaufen:

  • Sehr umfangreich und aufschlussreich ist die Link- und Videosammlung des Servicebureau Jugendinformation aus Bremen: Die Kolleg_innen stellen einige Playlists zusammen (sehr schön: erste Videos von Youtuber_innen), mit denen YouTube aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt werden kann. Pädagog_innen und andere Interessierte bekommen so eine «geführte Tour» durch die YouTube-Jugendkultur. Dazu kommen weitere Links zu Artikeln, Materialien und generellen Informationen zur Videocommunity.
  • Ebenfalls recht aufschlussreich ist das Dossier von klicksafe. Hier werden grundlegende Informationen inkl. aktueller Zahlen bereitgestellt, zudem einige Hintergrundartikel. Bei genauem Lesen bleiben die Artikel aber oft an der Oberfläche, daher überzeugt die Zusammenstellung bisher noch nicht vollständig.

Gemeinsam bieten die beiden Angebote aber einen guten Grundstock für den Einstieg in die Auseinandersetzung mit YouTube und seiner Subkultur.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Passwörter einfach erklärt

Passwörter und ihre Sicherheit sind ein Alltime-Klassiker in der Medienpädagogik, denn sie sind nach wie vor ein wichtiges Element um persönliche Daten zu schützen. Dabei ist es aber nicht immer leicht, Menschen zu motivieren, sichere Passwörter zu benutzen – was Statistiken zu häufig gewählten Kombinationen regelmäßig zeigen.

Alexander Lehmann hat nun (einmal mehr) ein sehr schönes Video produziert, was dem abhilft: Er zeigt darin nicht nur, wie sichere Passwörter beschaffen sein müssen, sondern auch warum – und wie mensch sich die Arbeit damit leichter macht. Das alles ansprechend und kurzweilig mit einem leichten Duktus. Aus meiner Sicht damit eine wertvolle Ressource für die Medienpädagogik.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Kurztest: Der kostenlose Videoeditor «Shotcut»

Ich. Bin. Sprachlos. Es soll einen Videoeditor geben, der

  • kostenlos ist,
  • für alle Plattformen und dazu noch
  • Open Source?

Außerdem soll er schon mehrere Jahre alt sein und noch niemand hat davon gehört?!

Das gibt es tatsächlich. Und heißt «Shotcut»! Das Videoschnittprogramm ist verfügbar für Mac OS X, Windows und Linux (überall nur 64bit) und bietet alle Funktionen, die mensch von einem gehobenen Videoeditor erwartet. Nach einem ersten, kurzen Test würde ich der Software gefühlte 7 von 10 Punkten geben und für einige Anwendungen in der Medienpädagogik empfehlen. Shotcut ist sicher nicht der intuitivste Videoeditor, der allen Einsteiger_innen schnell und mit Spaß den Videoschnitt eröffnet, aber für Zusammenhänge, wo des öfteren geschnitten wird (in Jugendredaktionen, regelmäßigen Videogruppen oder längeren Projekten) scheint mir Shotcut eine geeignete Lösung.

Hier nun meine Eindrücke im Einzelnen. Wie schätzen Sie die Software ein? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar. Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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