Schneller als das Licht

Lichtgeschwindigkeit in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Bei manchen Themen, die mich begeistern, ist der Bezug zur Medienpädagogik zumindest nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Was bedeutet es schon für die Praxis, wenn am MIT in den USA eine Kamera entwickelt wird, die pro Sekunde 1 Billion (kein Übersetzungsfehler!) Bilder macht und damit zeigen kann, wie Licht sich bewegt(!) ?

Vielleicht sind die Videos ja mal sinnvoll, wenn ich mich mit Jugendlichen über Licht, Reflexionen oder Lichtgeschwindigkeit unterhalte? Vielleicht ist die Geschichte ein Anlass, sich über die Funktionsweise von Kameras zu unterhalten?

Aber wie auch immer: Hier gibt es Dinge zu sehen, die die Menschheit noch nie gesehen hat. Und vielleicht nie zu sehen glaubte. Und das ist doch einen Artikel wert, oder? Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Videoschnittprogramme für „Fortgeschrittene“

Videoschnitt mit Prosumer-Programmen in der MedienpädagogikViele unter uns Medienpädagogen würden sich mit ihrem medientechnischen Können spontan in der goldenen Mitte einordnen. Wenn es darum geht, Homepages zu programmieren, Tonaufnahmen durchzuführen, Filme zu drehen und zu produzieren sind wir alle keine Anfänger mehr, aber voll ausgebildete Experten meistens auch nicht.

Wir sind eben Fortgeschrittene, oft auch als Prosumer (Wortmix aus Produzent und Konsument) bezeichnet, und diese Gruppe ist stetig am wachsen. Dies haben auch die Herstellerfirmen von Videoschnittprogrammen erkannt und wagen vermehrt den Spagat zwischen Bedienerfreundlichkeit für Anfänger und Leistungsfähigkeit eines Profi-Programmes.

Grund genug für uns, zwei Exemplare dieser Gattung unter die Lupe zu nehmen und zu sehen, wie sehr sie die fortgeschrittenen Ansprüche eines Medienpädagogen bedienen.Getestet haben wir das Flaggschiff des Herstellers Magix „Video Pro X3“ sowie die neuste Version von Final Cut, die jetzt den Namenszusatz „Pro X“ trägt. Wie es bei meinen Artikeln zur Tradition gehört, habe ich auch diese Programme am Interaktiven Whiteboard (kurz: „IWB“) getestet, um zu sehen, wie gut sie sich in diesem Kontext anwenden lassen. Den ganzen Beitrag lesen

Twitterwalls erstellen und moderieren

Immer wenn irgendwelche Menschen auf Tagungen von Medienkompetenz oder Internet sprechen, fällt der Begriff Twitter. Viele von Ihnen kennen Twitter, ein Microblogging-Dienst, der von den Einen in den Himmel gelobt, von den Anderen als überflüssiges und unübersichtliches Web-Instrument abgetan wird. Aber zwischen Heilsbringer und Teufelszeug gibt es noch eine ganze Menge an Möglichkeiten, Twitter als hoffentlich bald „normales“ Instrument der Beteiligung und Kommunikation einzusetzen.

Eine dieser sinnvollen Beteiligungsmöglichkeiten ist z.B. der Einsatz einer Twitterwall. Auf dieser im Browser dargestellten (und auf einer Projektionsfläche abgebildeten) Seite werden lediglich die Tweets angezeigt, die mit einem bestimmten Merkmal gekennzeichnet sind, z.B. einem Hashtag (#). So besteht also für alle Twitter-User die Möglichkeit, sich ortsunabhängig an einer Diskussion oder einem Beitrag zu beteiligen. Auf der Seite pb21.de gibt es einen tollen Artikel über die Möglichkeit, eine solche Twitterwall einzurichten und sinnvolle Tipps für deren Verwendung und Moderation.

Besonders interessant dürfte die Frage sein, welche Hilfsmittel sinnvoll sind, um nicht nur die Beteiligung der Zuhörer, sondern auch die Qualität der Diskussion zu verbessern. An dieser Stelle geht dann die Frage an die Twitterwall-Profis unter den LeserInnen. Welche Tipps können Sie den Menschen geben, die zum ersten Mal eine Twitterwall einsetzen möchten?

 

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Medienpaedagogik Praxis-Podcast #21: Fotosharing unter iOS – ein Kinderspiel

Bislang war es immer recht schwierig, Fotos von iPad oder iPhone kabellos auf ein anderes Gerät zu bekommen. Nachdem ich mich sehr lange umgeschaut habe, bin ich auf die App Photosync aufmerksam geworden, mit der es problemlos möglich ist, Fotos und Videos über Wifi oder Bluetooth zu tauschen. Viel Spass…

[Videopodcast downloaden]

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 12.01.2012

Aus den Medien, in die Medien

Germany's next Topmodel in der Medienpädagogik

Titel des Buchs

Treffer und versenkt! Mehr muss mensch nicht sagen bei der Projektarbeit „Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkelkindern erzählen werdet“: Zwei Studenten der HTW Berlin haben ein Transkript von „Germany’s next Topmodel 2011 – das Finale“ im Reclam-Stil in Dramenvers gesetzt.

Das Ergebnis sind 120 Seiten pure Medienkritik, die dem Gegenstand eine solch beeindruckende Reflexionsebene aufsetzen, dass sie ein pures Geschenk für die Medienpädagogik sind. Sei es als Vorlage für das nächste Videoprojekt oder eine andere szenische Produktion, sei es als Grundlage für ein anderes medienkritisches Mashup – bei mir sprudeln beim Betrachten schon die Ideen.

Das Produkt ist kostenlos im Netz verfügbar. Da bleibt doch noch eins zu sagen: Danke!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Digitales und transmediales Erzählen – das Storytelling

Digital Storytelling in der MedienpädagogikStorytelling. Begegnet man diesem Begriff, hat man zumindest erst einmal das Gefühl, sich so einiges darunter vorstellen zu können, doch selbst nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik bleibt die Definition mitunter schwammig. Zwei Dinge sind jedoch klar. Zum einen verbindet sich mit dem Begriff des Storytelling nicht nur eine Geschichte mit einem oder mehreren linearen Erzählsträngen, sondern häufig eine ganze Welt, die gemeinsam von mehreren Usern erschaffen wird. Und zum anderen ist es vor allem dieser Schaffensprozess, der das Storytelling kennzeichnet. Es birgt damit ein erhebliches Potential für die handlungsorientierte Medienpädagogik.

Die Produktion von Digital Stories verlangt selbstständiges Handeln und Lernen. Durch die Verknüpfung verschiedener Medien (Bild, Ton, Video, etc.), Vernetzung von unterschiedlichen Inhalten und die Kooperation mit anderen Verfassern und Produzenten wird nicht nur Medienkompetenz gefördert. Gerade auch die persönlichen digitalen Geschichten fördern den Spaß im Umgang mit den audiovisuellen Medien. Zudem ist diese Methode nicht nur für ein spezifisches Fach geeignet. In amerikanischen Schulen wird seit einigen Jahren fächerübergreifend Digital Storytelling angewendet, sei es zur Visualisierung von historischen Fakten oder zur Präsentation von Zusammenhängen. Dank freier Software und Web-2.0-Technologie gestaltet sich der Prozess immer einfacher und der Verbreitungsweg wird kürzer. Nie war es so einfach digitale Geschichten zu verfassen und mit anderen zu teilen. Den ganzen Beitrag lesen

Winterpause

"Ice flowers" von sky#walker auf flickr.com (CC BY-SA)

Langsam sinkt Deutschland in den Jahreswechsel-Winterschlaf – und auch wir verabschieden uns in eine kurze Winterpause.

Aber das tun wir nicht ohne vorher noch einmal auf das vergangene Jahr 2011 zurückzublicken und unseren LeserInnen und GastautorInnen herzlich danke zu sagen!

Dieses Jahr war nämlich nicht nur

  • 133 Artikel,
  • 18 Gastbeiträge,
  • 8 Videocasts,
  • hunderte Tweets und Facebook-Posts,
  • 1 neue Seite zu Apps,

sondern vor allem auch

  • mehr als 1 Million Besuche,
  • mehrere hundert neue Facebook-Kontakte und FollowerInnen,
  • knapp doppelt so viele Newsletter-AbonnentInnen,
  • der Dieter Baacke-Preis.

Wir sagen unseren LeserInnen danke fürs Lesen, Weitersagen, Teilen, Empfehlen, Verlinken, für viele Hinweise auf Websites und andere Angebote und unseren GastautorInnen danke für ihre Zeit und ihr Wissen!

Die wunderbare Resonanz bestärkt und motiviert uns und wir gehen mit vielen neuen Ideen und Vorhaben ins neue Jahr. Sie können gespannt sein. Wir wünschen Ihnen derweil eine schöne und erholsame Jahreswechselzeit!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Film- und Videoschule

Aktive Videoarbeit in der Medienpädagogik

Still aus "Freitag Nachmittag" von cineschool.de

So etabliert die Aktive Videoarbeit mittlerweile in der Medienpädagogik ist, so unerschöpflich ist sie auch, was Thema, Gestaltung und Genre angeht. Deswegen bin ich immer dankbar für alle Materialien, Inspirationen und Beispielsammlungen.

Eine wahre Fundgrube in diesem Sinne ist Cineschool. Das Angebot der PH Freiburg dokumentiert zum Einen Projektergebnisse aus der Videoarbeit mit Kindern und Jugendlichen – mehr als 200, sehr gut nach Schlagworten und Genres sortiert. Zum Anderen ist auf der Website neben einem umfangreichen Filmglossar das Konzept des Freiburger Filmcurriculums zu finden, ein rezeptions- und produktionsorientiertes Filmbildungskonzept.

[via jugend.rlp.de]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Rechtlich einwandfreie Videoprojekte

Rechtliches zu Videoprojekten in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Bei Videoprojekten in der Medienpädagogik kommen die Beteiligten immer wieder an Stellen, wo rechtliche Fragen auftauchen: Wo darf ich filmen? Wen darf ich filmen? Welche Genehmigungen muss ich mir besorgen? Und insbesondere: Wie formuliere ich solche Einverständniserklärungen?

Der Bayrische Rundfunk hatte innerhalb seines Angebots „on3“ sehr hilfreiche Materialien zusammengestellt. Ein kurzes Video führt in die wichtigsten Punkte ein und gibt Empfehlungen für die eigenen Dreharbeiten. Und – was noch viel genialer für die Praxis ist – VideomacherInnen bekommen zwei Informationen für Drehgenehmigungen/Motivvereinbarungen und für eine Mitwirkendenvereinbarung als PDF zum Download. Einwandfrei! (Broken Links entfernt – Juli 2016)

(Anmerkung der Redaktion Juli 2016 – Mittlerweile ist ON3 in „Puls“ übergangen und damit die verlinkten Dokumente nicht mehr aufrufbar. Ein Text zur Drehgenehmigung und rechtlichem Hintergrund findet sich aber auch bei „Puls“. Eine allgemeine Vorlage für Einverständniserklärungen von den „Mitwirkenden“ als anpassbare doc Datei findet sich z.B. beim swr)

[via Uwe Klemm]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Präsentieren und interagieren mit Facebook

Facebook als Präsentationstool in der MedienpädagogikDas Social Web verändert die Gesellschaft und damit auch die Bildungsarbeit. In dieser Situation sind neue Veranstaltungsformate gefragt, die andere Sozialformen und Interaktionsmöglichkeiten eröffnen. Genauso müssen PädagogInnen aber auch neue Methoden entwickeln, die Medien integrieren und interaktiv sind. Dabei sind auch Experimente gefragt.

Ein solches hat Daniel Seitz gewagt: Er hat eine Facebook-Page als Präsentations- (und Interaktions-)Tool genutzt und damit das klassische Setting ReferentIn-Publikum aufgebrochen. Inspiriert wurde er dabei vom schönen Vortrag von Ulrike Wagner und Niels Brüggen beim GMK-Forum 2011, wo per Twitter Rückmeldungen aus dem Publikum abgefragt wurden. Beide Versuche waren erfolgreich und haben viele Erfahrungen möglich gemacht. Daniel hat seine Erkenntnisse dankenswerterweise in einem Blogbeitrag aufgeschrieben.

Welche Erfahrungen haben Sie mit interaktiven Präsentationsformen gemacht? Kennen Sie weitere Methoden? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar.

Sehr gute generelle Tipps zum Präsentieren im Zeitalter des Social Web gibt es übrigens in einem Artikel im bernetblog.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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