Spielend motivieren: Lesen und Schreiben mit der Nintendo DS verbessern

In Deutschland gibt es 7,5 Millionen funktionale Analphabeten im Erwachsenenalter, die keine Texte lesen oder schreiben können. Wenn Betroffene nach der Schule ihre Lese- und Schreibkompetenzen verbessern möchten, steht der Spaß nicht selten hinten an. Dabei bieten interaktive Medien viel Potenzial für die Alphabetisierung von Erwachsenen.

Menschen mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen haben in ihrem Leben sehr viele negative Lernerfahrungen gemacht und brauchen positive Erlebnisse. Durch den medienpädagogischen Lernzugang entdecken Kursteilnehmer den Spaß am Lesen- und Schreibenlernen und verbessern ihre Kompetenzen.

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung hat deshalb im Projekt iCHANCE ein Konzept entwickelt und erprobt, mit dem die Spielkonsole Nintendo DS zusammen mit dem Lernspiel „Lernerfolg Grundschule Deutsch – Klasse 1-4“ den Einzug in den Alphabetisierungsunterricht finden kann. Eine pädagogische Handreichung und der Abschlussbericht sind auf der Projektseite einsehbar.

 Timm Helten ist Dipl. Pädagoge und arbeitet als Leiter des Projektes iCHANCE beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Windows7: den Lieblingsprogrammen shortcuts zuweisen

Tastenkombinationen, oder auch shortcuts genannt, sind eine tolle Sache. Sie erleichtern die Arbeit am PC und ermöglichen einen angenehmeren Workflow. Bereits in früheren Artikeln haben wir immer wieder gerne über deren Vorteile geschrieben.

Da ich nur ab und zu mit Windows arbeite, freue ich mich immer wie ein kleines Kind, wenn ich neue und praktische Funktionen entdecke. So ist es unter Windows7 z.B. möglich, allen Tools beliebige shortcuts für den Programmstart zuzuweisen. Einfach im Startmenü unter Programme das Gewünschte suchen, rechte Maustaste drauf und auf Eigenschaften gehen. Dort reicht dann ein Klick in das Fenster „Tastenkombination“ und das Tätigen der Selben. [Screenshot] Besonders sinnvoll finde ich die Funktion in Verbindung mit dem Snipping Tool und Paint…

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Teach with your iPad: Apps im Bildungseinsatz

http://teachwithyouripad.wikispaces.com/

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass neben dem ganzen Herumgehype um neue Tablets und Smartphones, ein medienpädagogischer Einsatz von Apps nicht nur möglich und machbar, sondern vor allem auch sinnvoll ist. Einige Apps haben wir bereits vorgestellt – weitere werden definitiv folgen. Sicher gibt es auch innerhalb der Leserschaft einige Menschen, die im Bildungsalltag für die eine oder andere App Verwendung finden. Wer jedenfalls mal auf der Suche nach einem geeigneten Progrämmchen für sein iPad ist, der sollte sich das Wiki teachwithyouripad anschauen. Hier werden (leider in englisch) Apps in verschiedenen Kategorien vorgestellt, z.B. Video, Audio, Präsentation, Office, Kamera und viele. viele mehr.

Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Welche Apps sind denn Ihre must-haves?

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 17.10.2011

Scan as scan can

Scanner-Animationsvideos in der Medienpädagogik

Still aus einem Video

Manchmal ist es so einfach: Scanner sind zugegebenermaßen nicht mehr die Standardausstattung für PCs, aber teilweise leichter verfügbar als Kameras. Und sie produzieren Fotos. Wieso also nicht mal ein Animationsprojekt mit Kindern oder Jugendlichen mit dem Scanner durchführen?

Sei es ein klassisches StopMotion-Projekt mit Gegenständenkreatives Experimentieren mit den Gestaltungsmöglichkeiten oder das Spiel mit einem Effekt – Scanner-Animationsvideos bieten viele Möglichkeiten und der Spaß für die Beteiligten ist quasi garantiert. Eine ideale Inspiration zum Wochenende also für die Medienpädagogik.

[thx Philipp Schumacher!]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

let´s talk about: Präsentationstechniken

Versetzen Sie sich bitte einmal in die Zeit zurück, als Powerpoint DIE Geheimwaffe in punkto Präsentationstechnik darstellte. Overheadprojektoren, Pinnwände und Epidiaskope verließen mit hängenden Schultern den Raum, sobald Powerpoint geöffnet wurde, und schon ging es los: wrrruuum, kam von rechts eine gelbe Schrift, pling ein Effekt mit Blitzen und Blinken, kraabumm die nächste Überschrift, und so weiter und so weiter.

Verdamp lang her, würde der Kölner sagen, aber von wegen! Erst letztens saß ich wieder in einer Präsentation und wurde mit nervigen Sound und Animationseffekten zugedröhnt. Dies nehme ich jetzt mal zum Anlass, einen Beitrag über Präsentationsmethoden und -techniken zu schreiben.

Wie ich präsentiere? Ich persönlich bevorzuge bei Elternabenden und anderen Vorträgen eine sehr minimalistische Darstellungsmethode. Als technisches Hilfsmittel verwende ich mein iPad2, womit ich dann die verschiedenen „Folien“ als PDF Datei auf die Wand projiziere. Diese Methode funktioniert natürlich auch mit einem iPad1 oder Androiden mit entsprechenden Adaptern.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 11.10.2011

Das Android-Handy am Beamer

Android-Screens beamen in der Medienpädagogik

"HTC Desire Android – Menu Screen" von babyben auf flickr.com (cc by-nc-sa)

Wer Android-Smartphones in der Medienpädagogik einsetzt, der/die kommt irgendwann in die Situation, wo ein Screenshot des Handybildschirms benötigt wird oder der Screen am Beamer wiedergegeben werden sollte – sei es, um eine App zu erklären oder nur ein bestimmtes Phänomen am Smartphone zu demonstrieren. Nicht alle Geräte besitzen die Möglichkeit, ein VGA- bzw. HDMI-Signal auszugeben und dann ist guter Rat teuer.

Eine geniale, kostenlose und einfache Lösung für solche Situationen ist Droid@Screen. Die Software läuft plattformübergreifend unter Windows, OSX und Linux und nutzt eine Entwicklungsfunktion von Android: Ist das Handy mit dem USB-Kabel an den Rechner angeschlossen, wird das aktuelle Bild auf dem Computerbildschirm angezeigt, der dann wiederum gebeamt oder von dem dann ein Screenshot gemacht werden kann. Einziges Manko: Bei der Wiedergabe auf dem Bildschirm gibt es eine kleine Verzögerung, so dass bspw. Games nicht wirklich gut angezeigt werden können.

Wir zeigen, wie das Tool unter OSX und Windows istalliert wird – und stellen zwei Alternativen vor. Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

„private“ Einblicke in digitale Spielräume

Fotorecht in der Medienpädagogik

Screenshot aus Crysis 2 | electronic arts

Folgender Dialog stammt aus unserem imaginären Logbuch „Projektideen und Umsetzung“

Nichtspielerin:
„Ok, per WASD bewege ich mich und mit der Maus schaue ich mich um – richtig?“

Spieler:
„Yep…“

Nichtspielerin:
„Sach mal, das ist aber schon ein bisschen komisch, wenn ich mich hier in dem Haus so umschaue.“

Spieler:
„Wie jetzt? Was meinst du?“

Nichtspielerin:
„Naja, ich lauf hier mit ner Waffe durch die Wohnung von irgendjemanden, es ist zwar niemand da, aber schau mal, da steht nicht abgewaschenes Geschirr in der Spüle, da läuft ein Fernseher, dort ist ein nicht gemachtes Bett und der Teppich da könnte auch bei mir zu Hause liegen…“

Spieler:
„Ja und?“

Nichtspielerin:
„Na ich frage mich die ganze Zeit, wer wohnt denn eigentlich in dieser Wohnung, die ich hier gerade erkunde?“

Spieler:
„Gute Frage… Wer wohnt eigentlich in unseren Spielen?“

Diese Szene ereignete sich vor kurzem in unserem Projektbüro. Aus den Überlegungen und der Perspektive einer Nichtspielerin entstand ein Projekt, welches auf den Namen „privat“ getauft wurde.

„privat“ ermöglicht in seiner Umsetzung eine intensive Auseinandersetzung mit virtuellen Spielräumen. Hierbei werden SpielerInnen und Nicht-Spielerinnen gleichermaßen angesprochen. Gerade SpielerInnen, welche sich meist zielorientiert durch die Spielwelten bewegen, können über die Entschleunigung im Projekt neue Perspektiven einnehmen und nicht zuletzt ihr eigenen Spielverhalten besser reflektieren. Für Nicht-SpielerInnen ergibt sich die Chance ein unbekanntes Medium mit den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen zu erkunden, ohne von Spielinhalten und -aufgaben zu schnell vereinnahmt oder abgeschreckt zu werden. Die Methodenvielfalt im Projektablauf lässt es zudem zu fächerübergreifende Projekt (z.B.: Deutsch, Informatik/Medienkunde, Kunst, Darstellendes Spiel) zu initiieren, da neben den technischen und Computerspiel bezogenen Aspekten vor allem Kreativität, Ausdrucksmöglichkeiten, Teamabsprachen und Fantasie gefragt sind.

Die Projektkonzeption ist mittlerweile erarbeitet und in der Praxis erfolgreich umgesetzt –Zeit, um es in die große weite Medienpädagogik-Praxis Welt zu entlassen ;). Unter folgendem Link finden Sie alle weiteren Informationen, Intentionen, Möglichkeiten und Methoden, um einen eigenen, ganz „privaten“ Workshop umzusetzen: KLICK

Über Feedbacks, Anregungen und Projekterfahrungen zu „privat“ würden wir uns freuen.

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter von Spawnpoint - Instituts für Spiel- und Medienkultur e.V. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.

SSH / SFTP Server unter OSX mounten

Gestern ging es in unserem Beitrag darum, einen SFTP Server unter Windows zu mounten, bzw. als Netzlaufwerk einzubinden. Verwendet man so ein Laufwerk dann als Tauschordner oder dergleichen, macht es ja auch Sinn zu wissen, wie gleicher Server unter MacOS einzubinden ist. Hier ist ganz klar Macfusion zu empfehlen. Schnell heruntergeladen und gestartet, werden die SFTP Zugangsdaten eingegeben und schon erscheint das Laufwerk mit Lese- und Schreibrechten im Finder.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 05.10.2011

SSH / SFTP Server unter Windows mounten

Vor ein paar Monaten erst haben wir in einem Artikel über die Möglichkeit geschrieben, einen eigenen Speicherplatz im Web über WebDAV als Alternative zu Dropbox und Co einzurichten. Der Frage nachgehend, in wie weit ich jetzt auch Server über das verschlüsselte SSH / SFTP Protokoll in den Windows Explorer einbinden kann, bin ich zum einen auf die  Erweiterung Swish, zum anderen auf das Tool SFTP-Netdrive gestoßen. Beide Tools sind in wenigen Schritten konfiguriert und bieten Zugang zum eigenen Webspace. Allerdings haben beide ihre Vor- und Nachteile.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Sketchbook Mobile – kreatives Zeichnen unter Android und iOS

Immer wieder freue ich mich, wenn sich Leser bei uns melden und ihre Lieblings-Apps vorstellen. Wie auch in diesem Fall ein Tipp von Christof Körner aus der Schweiz. Zu seinen „must-haves“ gehört die iOS und Android App Sketchbook Mobile von Autodesk, der Firma, die durch Boliden wie AutoCAD oder Maya einigen Lesern bekannt sein dürfte. Ich selber bin nicht so der kreative Zeichner, aber ziemlich beeindruckt von den Möglichkeiten, die in dem Vorstellungsvideo gezeigt werden – die Arbeit mit Ebenen und der Export ins .psd Format nur mal am Rande erwähnt, und das bei einem Preis von etwa 1,50 EUR.

Aber wie sieht es bei Ihnen aus? Kennen und nutzen Sie Autodesk Mobile bereits? Ich freue mich über Ergänzungen und Praxisberichte…

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

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