Ein Tag, der die Welt bedeutet
Still aus dem Film
Wenn ein Film kollaborativ gedreht, professionell produziert, genial geschnitten und dann noch frei im Netz verfügbar ist, dann ist er absolut ein Glücksfall für die Medienpädagogik. Auf „Life in a Day“ haben die ersten Attribute schon immer zugetroffen, nun ist er auch in voller Länge und mit Untertiteln in 25 Sprachen auf YouTube frei verfügbar.
MedienpädagogInnen haben damit nicht nur einen hervorragenden Beispielfilm für die Film- und Videoarbeit, wenn es um den Schnitt dokumentarischen Materials geht, sie haben damit nicht nur ein wunderbares Dokument für die neuen Möglichkeiten durch kollaboratives Arbeiten im Netz, sondern können sich auch jederzeit eine wunderschöne filmische Ode an die Menschheit und das Leben anschauen.
Avi & Co auf dem iPhone / iPad abspielen
Das mobile Apple-Betriebssystem (iOS) ist nicht nur für die intuitive Bedienung, sondern auch für seine starken Einschränkungen bekannt. Jeder, der schon einmal probiert hat, eine .avi oder .wmv Filmdatei auf einem iPad abzuspielen, wurde vom iOS Türsteher mit einem „Du kommst hier nischt rein!“ abgewiesen. Pech für diejenigen, die z.B. viele Sicherungskopien als Avi-Datei auf der Festplatte liegen haben und nicht alle in m4v umwandeln wollen.
Genau richtig an dieser Stelle kommt die App AVPlayer. Für 2,39 EUR ist es sehr einfach möglich, fast alle gängigen Filmformate z.B. über W-Lan auf das iPad zu laden und ohne jegliche Konvertierung anzusehen [Screenshot]. Wie bei vielen Apps funktioniert der W-Lan Zugriff über den Browser mit einer zuvor generierten IP Adresse. Das bringt einfach neue Möglichkeiten in punkto Medienprojekt, Präsentation, Filmabend etc.
Medienpaedagogik Praxis-Podcast #20: Camscanner für Android und iOS
Camscanner ist eine App, die es sehr einfach möglich macht, mit der Kamera eines Android oder iOS Gerätes PDF Dateien zu erstellen. In der kostenlosen Variante sind diese dann mit einem Wasserzeichen versehen. In unserem Podcast zeigen wir Ihnen, wie leicht es ist, aus mehreren Dokumenten ein PDF zu „fotografieren“ und welche weiteren Verwertungsmöglichkeiten Sie haben.
App-Empfehlung für Musiker und Beatboxer: Loopy
Lange habe ich überlegt, ob ich die iOS-App Loopy nicht lieber mit einem Videopodcast vorstellen soll. Einige wissen vielleicht, dass ich nämlich selbst recht gerne Musik mache. Die Betonung liegt jedoch eher bei „gerne“ als bei „gut“. Und bevor nun irgend eine medienpädagogische Einrichtung den Tinitus-Award ins Leben ruft, verlinke ich lieber zur Vorstellung auf eine meiner YouTube Favoriten.
Zur App: Loopy ist wie gesagt eine App, um Loops zu erstellen. Genau wie bei einer Loop-Station wird eine Tonspur mit dem iPhone oder iPad aufgenommen, und diese wiederholt sich ständig. So ist es z.B. für Beatboxer wie DubFX möglich, auf verschiedenen Spuren mehrere Beats aufzunehmen. Die App gibt es in zwei Varianten, eine sechs-Spur iPhone Version für 2,39 EUR und eine neun-Spur iPad HD Version für 5,99 EUR – und jetzt viel Spass beim bum-ts-pff-ts-bum-ts-pff…
Rettung in höchster Not
"help" von rosmary auf flickr.com (CC BY)
Genauso wie iStopMotion ein Segen für die Medienpädagogik ist, wenn es um Trickfilmprojekte auf dem Mac geht, ist es auch manchmal sehr divenhaft was die Programmstabilität angeht. Konkret kann es passieren, dass die Software abstürzt und die (Quicktime-)Projektdatei nicht mehr zu öffnen ist, auch wenn sie kurz vorher gespeichert wurde. Und nichts kann eineN PädagogIn mehr schocken als wenn das mitten im Projekt passiert – ich weiß, wovon ich rede. 🙂
Die Rettung für diesen Moment kommt vom Softwarehersteller Boinx selbst: Rescue, ein Programm, das wahre Wunder vollbringt (und uns richtige Glücksflashes beschert hat). Damit wird die beschädigte Datei wieder lesbar gemacht und anschließend die fehlerhaften Daten wieder „sortiert“ – im ersten Moment sieht der Film nämlich aus, wie ein Fernseher mit schlechtem Empfang. Die Software ist gut mit einem kleinen Handbuch dokumentiert, bei uns haben schon zwei grundlegende Einstellungen zum Erfolg geführt:
- Zentral ist die richtige Pixel- und Bilderzahl des Projektes. Hier ist es gut zu wissen, was zu Anfang eingestellt wurde. Anschließend ist der Film wieder klar zu sehen, hat aber evtl. noch einen kleinen Versatz (ein abgeschnittener Rand rechts oder links).
- Dazu „File Offset“ mit einer Zahl versehen, die durch 4 teilbar ist. Dadurch wird das Bild zurechtgerückt. Bei uns war anschließend alles gut.
So katastrophal der Crash von iStopMotion ist – mit Rescue ist mensch auch dafür gewappnet.
About.me – ein sozialer Knotenpunkt im Netz

Viele Menschen wollen, sollen und müssen gerne in irgend einer Form im Netz vertreten sein. Für einige reicht das Facebook- oder Google+ Profil, der Instagram Account oder ein leicht zu installierendes WordPress-System. Oftmals doppeln sich auch die gesammelten Informationen auf einer eigens dafür eingerichteten Website, die im Prinzip lediglich die Funktion eines zentralen Sammelpunktes erfüllt.
Allen, denen eine anspruchsvolle aber leicht zu bedienende Web-Visitenkarte reicht, auf der dann alle Profile eingebunden werden können, sei der Dienst about.me empfohlen. Einmal kurz angemeldet, kann der Benutzer durch eine der sehr schönen Vorlagen oder durch ein eigenes Bild den Hintergrund seiner Visitenkarte festlegen und Inhalte einfügen. Das Textfeld, sowie das Hintergrundbild passen sich dann automatisch der entsprechenden Auflösung an, Social Media Dienste, wie z.B. Facebook, Twitter, Vimeo, Instagram etc. lassen sich über das Backend als „Services“ einbinden.
Auf der richtigen Seite
"Umzug" von tölvakonu auf flickr.com (CC BY-NC-SA)
Die (technischen) Möglichkeiten von facebook sind vielfältig. Gerade für Einrichtungen aus der Medienpädagogik stellt sich zB. die Frage: „Personenprofil“ oder lieber doch eine Facebook-Seite? Wir haben jüngst unser „personalisiertes“ Facebook-Profil in eine Facebook-Seite umgewandelt. Unsere Motive waren:
- Wir achten die Privatsphäre unserer LeserInnen: Auch ohne die Einteilung der Kontakte in Listen sind die eigenen Inhalte geschützt. Ein „personalisierter“ Account ist schließlich einE FreundIn und kann im Zweifelsfall alles sehen. Bei einer Seite ist das nicht so.
- Es ist leichter, unsere Inhalte zu bekommen. Ein Klick auf „like“ genügt, vorher war eine Freundschaftsanfrage notwendig.
- Es herrscht mehr Transparenz: Unsere Bloginhalte werden auf der Seite gepostet, alles andere machen wir mit persönlichen Profilen. Darüber kann mensch uns auch jederzeit kontaktieren.
- Und – nebenbei – erfüllen wir auch noch die Facebook-AGBs.
Unabhängig von Pro und Contra: Die Umwandlung eines Profils in eine Seite ist denkbar einfach. Aus dem betreffenden Account heraus die Migrationsfunktion aufrufen. Anschließend nur noch die Migration bestätigen und der Account wird umgewandelt. Im ersten Moment sind noch keine Fans da (das Umstellen vom/von der FreundIn zum Fan scheint zu dauern), nach einigen Sekunden sollten aber alle Kontakte umgewandelt sein. Ohnehin empfiehlt sich vorher eine Datensicherung, da einige Informationen des Accounts verloren gehen.
Ist die Umstellung gut oder nicht sinnvoll? Sollte ein Jugendhaus oder eine medienpädagogische Institution per Account oder per Seite erreichbar sein? Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen in den Kommentaren.
[Dank an Daniel Schueller für den Tipp!]
Scribblenauts Reloaded Remix
Nachdem es Nintendo ja leider immer noch vorzieht Gameklassiker wie „Super Mario“ und Co nicht für andere mobile Endgeräte als DS/DSi und 3DS auf den Markt zu bringen, haben es ihre Spieleentwickler scheinbar einfacher, den großen Mobile-Gaming-Markt der Smartphones und Tablets zu bedienen…
Jedenfalls erschien vor kurzem das famose Scribblenauts mit dem Zusatz Remix für iOS Geräte die ja, wie wir in der letzten Woche hier ausführlich diskutierten, gerne auch in Bildungskontexten genutzt werden. Das Remix im Namen deutet darauf hin, dass die Entwickler die vermeintlich beliebtesten 40 Level der bereits erschienen Scribblenauts Teile in dieser App zusammengeführt haben. Zudem sind noch 10 extra für die Neuauflage programmierte Level dazugekommen. Ich möchte nun keine klassische Spiel-App-Review schreiben, dass können andere besser (Gametrust Artikel) – spannender finde ich die Frage nach den möglichen Einsatzgebieten in Schule und Co. Wie schon im Artikel zum Nintendo DS Scribblenauts vor (oje, wie die Zeit vergeht) fast drei Jahren, sehe ich großes Potential im Einsatz solcher kreativen Spiel im Unterricht. Wie wäre es, wenn DeutschlehrerIn beim Vermitteln neuer Wörter ganz spielerisch das an die Wand gebeamte Scribblenauts einsetzen würde? Oder wie wäre es, wenn die SchülerInnen die Aufgabe bekommen in Kleingruppen möglichst kreative Lösungsansätze für die Bewältigung eines kniffeligen Levels auszuhandeln? Oder, auch schön, wie wäre es, wenn die SchülerInnen die Aufgabe bekommen keiner Aufgabe nachzugehen, sondern eine eigene kleine Geschichte oder Szene auf dem „Scribblenauts Spielplatz“ zu erstellen?
Was haben Sie für Ideen zu, bzw. Erfahrungen mit Scribblenauts im Unterricht?

Wer möchte nicht schon mal gerne seine Realität erweitern? Augmented Reality (AR) verspricht genau das, wenn auch nicht ganz so spektakulär, wie dieses neue Buzzword vielleicht glauben macht. AR-Apps auf Smartphones nutzen Kompass, GPS- und Videofunktionen, um zusätzliche Informationen über bestimmte Orte, die sogenannten POIs (Points-of-Interest), in ein Livekamerabild einzublenden: in welcher Richtung ist die nächste Bushaltestelle, wo ein Geldautomat, in welchen Häusern sind Wohnungen zu vermieten etc. Zumeist sind das Einblendungen von Icons oder Markern, die anklickbar sind und ein Fenster mit Informationstext und Fotos öffnen. Mittlerweile können das auch 3D-Objekte sein, die dann am Orginalort z.B. eine virtuelle Berliner Mauer wieder auferstehen lassen.
