Medienkompetenz von PolitikerInnen
In diesen Tagen wird einmal mehr deutlich, dass es ein neues Arbeitsfeld für MedienpädagogInnen gibt: Arbeit mit PolitikerInnen. Die Bundesregierung, allen voran Frau von der Leyen und Herr zu Guttenberg, hat sich in den Kopf gesetzt, per DNS-Sperrung kinderpornografische Webseiten weniger leicht zugänglich zu machen.
Die Beharrlichkeit, mit der von Regierungsseite zum Teil aggressiv gegen die KritikerInnen argumentiert wird, macht mich immer stutziger und empörter. Denn die Äußerungen zeugen nicht nur von mangelnder Medienkompetenz der PolitikerInnen (die erwarte ich nicht unbedingt – nicht jedeR kann sich überall auskennen), sondern vor allem von der schlechten Beratung der Politik. Wer sich länger als fünf Minuten mit der Materie befasst, merkt schnell, wie wenig geeignet das Mittel ist, um Pädophilen das Leben schwerzumachen – und wie gut, schnell auch andere Inhalte für den/die Normal-InternetnutzerIn unsichtbar zu machen.
Hier kann auch die Medienpädagogik gefragt sein. Wieso nicht – analog zu Veranstaltungen mit MultiplikatorInnen und Eltern – Workshops und Infoveranstaltungen auch mal in Parlamenten und MinisterInnenkonferenzen machen? Wir stehen bereit. 🙂 Und bis Frau von der Leyen und Herr zu Guttenberg mit uns den ersten DNS- und Webworkshop machen, sei allen LeserInnen die Unterzeichnung der Online-Petition ans Herz gelegt. Das haben allein in der Zeit, in der dieser Artikel entstand, über 100 Personen getan. Weiter so.
Neue iMovie/iDVD-Tutorials
Auch wenn iMovie seit der Version 7 (iMovie08) fast schon zu innovativ ist, um in der Medienpädagogik Verwendung zu finden – für ganz einfache Schnittprojekte (und wenn es mal schnell gehen muss) sind die neuen iMovie-Versionen hervorragend geeignet.
Für alle, die neu in die Arbeit mit dem Programm einsteigen möchten, hat die MacWelt nun ein ausführliches und anschauliches Tutorial zu iMovie09 (iMovie 8.0) veröffentlicht, was zu ausgewählten Funktionen auch mit Videosequenzen aufwartet.
Und für die Publikation des fertigen Films gibts noch ein iDVD-Tutorial obendrauf.
Jugendschutz im Ausland

Die sensibilisierenden Clips von Klicksafe sich sicherlich allgemein bekannt. In dem einen bekommt Klaus Besuch von einigen Bekannten, in einem anderen nimmt ein Jugendlicher nicht wirklich wahr was um ihn herum geschiet, in noch einem anderen leidet ein junges Mädchen an der Kreativität ihr nicht zugeneigter MitschülerInnen. Da das Thema Jugendschutz nicht nur in der deutschen Öffentlichkeit breit diskutiert wird haben MedienpädagogInnen im Ausland ebenfalls sensibilisierende Clips an der Hand.
Langzeitbelichtung meets StopMotion
Über Langzeitbelichtung und Stopmotion im medienpädagogischen Einsatz haben wir hier bereits des öfteren berichtet. Das mensch aber beide Methoden einfallsreich miteinander verbinden kann, zeigen uns die Filme von Lichtfaktor.
Freie Spiele – die neue Seite im Praxis Blog
Der Fundus an kostenlosen Spielen ist riesig. Um sich einen kleinen Überblick zu verschaffen haben wir eine weitere neue Seite erstellt, auf der kostenlose und Open Source Spiele nach Genre sortiert sind. Einige sind ideal für den kleinen Zeitvertreib in medienpädagogischen Pausen, andere sind anspruchsvoll, wieder andere sind angelehnt an Klassiker.
Wenn noch etwas hinzugefügt werden soll, dann bitte einfach bei uns melden.
Freie Fotos – die neue Seite im Praxis Blog
aboutpixel.de / spannende lektüre © kamikazefliege
Tierisch gute Fotos runden eine Vielzahl medienpädagogischer Projekte wunderbar ab, sei es als Cover, Poster, Standbild oder auf einer Webseite. Aber nicht alle Fotos im Internet dürfen einfach so kopiert, geschweige denn verwendet werden. Aus diesem Grund haben wir eine neue Seite mit einer Linkliste erstellt, über die freie Fotos zu erhalten sind.
Kostenloses Konvertieren von Videos
Container©chhmz/aboutpixel.de
Beim Herumexperimentieren mit Handyvideos kamen wir recht schnell an den Punkt, an dem es um die Formatfrage ging. Das Handy nahm in MPEG4 auf, da wir mit Windows unterwegs waren und MovieMaker damit aber so seine liebe Mühe hat ging es ans Konvertieren. Zum Glück gab es Apple in Auszügen auf dem Windows, so dass mit Quicktime Pro schnell das entsprechende Format gefunden war.
MedienpädagogInnen die nun aber kein Geld in Konvertierungssoftware sondern z.B. lieber in eine einfache Schnittsoftware, was sich unter Windows hinsichtlich eines entspannten Projektablaufs definitiv empfiehlt, investieren möchten, denen sei an dieser Stelle die „Freie Programme„-Seite empfohlen. Ich habe einige kostenlose und open-source Helferlein gefunden und ausprobiert und die Seite ergänzt. Sicherlich haben einige so ihre Macken und sind ein wenig einarbeitungsintensiver als Quicktime Pro, aber ein Containerwechsel ist allemal drin. [vielen Dank an Kati für den Input]
Medienpädagogik Praxis-Blog goes youtube
Nein, es ist kein erster April und wir haben auch nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion youtube übernommen. Aber ab sofort sammeln wir einen Teil unserer Blog-Infos zusätzlich auch in der Videocommunity.
Unter der einfachen Adresse youtube.com/medienpaedagogik sammeln wir in der Playlist „Medienpädagogik-Inspirationen“ die Beispielfilme und anderen Videos, auf die wir hier im Blog verweisen. Andere Videosammlungen finden sich in eigenen Playlists (bspw. die Dialekt-Videos) – und auch unsere eigenen Produktionen (wie die Liegevideos (Bild)) publizieren wir in einem eigenen Kanal.
In diesem Sinne freuen wir uns auch bei youtube über BesucherInnen, Kommentare, AbonnentInnen und hoffen, eine weitere praktische Quelle für Vorträge, Inputs und die eigene Inspiration zu liefern.
Die Medien und Computerspiele: 2. Teil
Ende 2007 stellte Matthias Dittmayer ein Video online, das sich mit der Darstellung von Computerspielen, insbesondere Ego-Shooter, in der öffentlichen Diskussion beschäftigt (wir berichteten am 30. November 2007).
Leider hat sich dahingehend noch nicht viel geändert, weshalb es nun ein aktualisiertes Video gibt. Es ist ebenso sorgfältig recherchiert und gut belegt wie der erste Beitrag, enthält zudem aber am Anfang des Videos eine kleine Klärung der Frage, was Ego-Shooter eigentlich sind. Diese hat er sehr schön eingebettet in eine tendenziell vom geschriebenen Wort inspirierten Szene aus dem kindlichen Gewaltalltag – für MedienpädagogInnenen eine Erleichterung, da sie doch sicherlich die eine oder andere Diskussion abzukürzen vermag.
P.S.: Wird Karl May heute noch gelesen?!
