Treffsicher Wissen testen

Ausschnitt aus der Website

Die meisten Fakten haben mit Orten zu tun – und das macht sich Google zu Nutze und bietet mit «Smarty Pins» ab sofort ein Wissensquiz auf Google Maps-Basis an. Dabei müssen die Nutzer_innen in verschiedenen Wissensgebieten Pins auf der Karte platzieren. Die evtl. Differenz zur richtigen Lösung wird von einem Punktekonto abgebucht, bis dieses aufgebraucht ist.

Die Idee hinter dem Angebot ist sicher gut, die Umsetzung ebenso. Allerdings ist Smarty Pins bisher nur auf Englisch verfügbar – und die Fragen können einen US-Fokus nicht verleugnen. Das macht das Quiz zeitweise sehr schwer und eher frustrierend, was es momentan noch nicht generell für Medienpädagogik und Bildungsarbeit empfiehlt. In speziellen Settings kann es aber sicher Sinn machen – und es bleibt abzuwarten, ob und wie Google das Angebot evtl. weiterentwickelt.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 12.08.2014

Etwas mehr Privatsphäre – Verschlüsselt telefonieren mit Android und iOS

Private Kommunikation mit Smartphones ist mittlerweile ein sehr relativer Begriff geworden. In unseren beiden Leitartikel zu den Grundlagen einer mobilen Kommunikation haben wir uns ja bereits ausführlich mit Messengern, Verschlüsselungen und Grundsatzfragen beschäftigt. Das Ergebnis dieser beiden Artikel war, dass eine wirklich sichere Kommunikation nur über Open Source Angebote mit einer entsprechenden Verschlüsselung gewährleistet werden kann. Während unser Favorit unter den Messengern „TextSecure“ immer noch auf eine iOS Version wartet (Ende Sommer 2014) hat der Hersteller Open WhisperSystems zwei Apps veröffentlicht, die auf jeden Fall erwähnenswert sind.

Redphone für Android und Signal für iOS sind zwei miteinander kompatible Apps für eine verschlüsselte Telefonie über das Internet. Das Signal der beiden kostenlosen Open Source Apps wird end-to-end verschlüsselt und kann nicht abgehört werden, die Bedienung und Einrichtung ist simpel und intuitiv. Sehr positiv ist, dass beide Apps miteinander kompatibel sind, d.h. über Signal kann von einem iOS Gerät mit einem Android User telefoniert werden, der Redphone nutzt.

Getestet habe ich beide Apps in einem W-Lan. Die Sprachqualität war wie gewünscht sehr gut. Abbrüche gab es gelegentlich, sobald eine Person in ein langsameres Datennetz wechselte. Jedenfalls bin ich froh, dass es Fortschritte in diesen Bereichen gibt und warte noch voller Spannung auf die iOS Version von TextSecure.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

FSK-App: Filmbewertungen auf dem Smartphone

Alterseinstufungen sind immer so eine Sache. Eine Frage, die ich auf fast jedem Elternabend höre ist, warum Film XY bereits ab 12 Jahren freigegeben ist, wo doch so grausame Szenen darin enthalten sind. Nicht immer habe ich dann passende Antworten parat sondern muss dann im Einzelfall den Besuch der FSK Homepage empfehlen.

Mit der kostenlosen und werbefreien FSK App wurde jetzt auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung getätigt, denn nun haben Eltern die Alterseinstufungen, Begründungen, Trailer und weitere Infos direkt in der Hosentasche und können sich direkt über das Smartphone oder Tablet informieren. Leider stehen die Kurzbegründungen für die Einstufungen nur für Filme zur Verfügung, die nach 2010 veröffentlicht wurden, die Freigaben und die Staabangaben für Filme ab 2003. Aber: der Anfang ist getan und alles kann erweitert und ausgebaut werden.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 29.07.2014

It‘s the economy, stupid! – Materialien für die Verbraucherbildung zum Thema Social Web

Online-Werbung und Geschäftsmodelle im Social Web sind bislang bei der Medienkompetenzförderung in Jugendarbeit und in Schule eher ein Randthema. Das neue Materialset „Online-Werbung mit Jugendlichen zum Thema machen“ bietet konkrete Methoden und Hintergrundinformationen um diese Situation zu verändern. Dies erscheint angesichts neuer Studienergebnisse auch dringend notwendig.

Lückenhaftes Wissen und Überforderung von Jugendlichen

So zeigen eine Reihe von Befunden der JFF-Studie „Jugendliche und Online-Werbung im Social Web“ die Notwendigkeit, dass Medienpädagogik das Thema Verbraucherbildung stärker aufgreift:

  • Jugendliche nehmen nicht alle Werbeformen im Social Web als Werbung wahr.
  • Sie kritisieren Online-Werbung auf vielfältige Weise und fühlen sich mitunter in ihrem Medienhandeln beeinträchtigt. Dennoch nehmen sie die Werbeformen meist als gegeben hin.
  • Die jungen Nutzerinnen und Nutzer erkennen zwar Gestaltungsmittel von Werbung. Von Auswertungsverfahren für personalisierte Werbung haben sie aber keine realistische Vorstellung.
  • Sie wissen wenig bis gar nichts über die Geschäftsmodelle ihrer Lieblingsplattformen und über Marktmechanismen im Social Web.

Noch deutlicher wird die pädagogische Handlungsnotwendigkeit mit Blick auf die Ergebnisse zum Wissen Jugendlicher zu ihren Rechten im Social Web. So steht das Zitat einer Gymnasiastin beispielhaft dafür, dass für die Mädchen und Jungen schon die Grundidee des Verbraucherschutzes nicht präsent ist.

„Eigentlich hat man ja im Grunde Pech gehabt, weil wenn man die AGB nicht gelesen hat, da kann ja im Grunde alles stehen. Wenn das drin steht, dass die das machen dürfen, haben die auch das Recht. Da kann man eigentlich nichts dagegen machen“ (Gymnasiastin).

Vielmehr formulieren die befragten Jugendlichen, dass sie allein für ihren Schutz verantwortlich seien. Damit sind sie aber völlig überfordert. Zudem verhindert diese Vorstellung, dass sie sich für ein politisches Eingreifen in der Verbraucherpolitik engagieren.

Um diese Leerstelle zu füllen, wurden Materialien für die pädagogische Arbeit entwickelt und in der Praxis erprobt. Die Materialien „Online-Werbung mit Jugendlichen zum Thema machen“ bieten somit praxiserprobte Methoden, mit denen Werbeformen und Geschäftsmodelle im Social Web sowie Verbraucherrechte mit Jugendlichen bearbeitet werden können. Den ganzen Beitrag lesen

Niels Brüggen Kurzbio
... forscht als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Forschung am JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Schwerpunkte sind Medienpädagogische Evaluationsforschung, Medienaneignungsforschung (insbesondere Social Web), Jugendarbeit online, Ästhetische Bildung und medienpädagogische Ansätze, Lernen mit digitalen Medien. Aktuelle Projekte/Publikationen: - Teilen, vernetzen, liken. Jugend zwischen Eigensinn und Anpassung im Social Web - Jugendliche und Online-Werbung im Social Web - Evaluation der webhelm-Modellprojekte - Organisation der "Fachkonferenz Medienkompetenz 2014"

GeoGuessr selbst gemacht

Dem Webdienst «GeoGuessr» kann man nicht nur ohne mit der Wimper zu zucken Suchtpotenzial zuschreiben, es ist auch ein absoluter Glücksfall für die Bildungsarbeit: Die Streetview-Rätsel sind ein hervorragender Anlass, sich mit anderen Orten und Geografie zu beschäftigen und viel dabei zu lernen. Es geht aber (fast) noch besser:

Mit «GeoSettr» gibt es nun eine Website, mit der sich selbst GeoGuessr-Rätsel erstellen lassen. Recht intuitiv lassen sich in Google Streetview Orte anklicken und die jeweilige Perspektive festlegen. Sind fünf davon zusammen, wird automatisch ein GeoGuessr-Link erstellt, der anderen zugeschickt werden kann.

Für mich wird damit nicht nur ein neues Level in der GeoGuessr-Challenge eröffnet, sondern auch ganz neue Möglichkeiten der inhaltlichen Auseinandersetzung. Gerade im Unterricht, aber auch etwa nach Bildungsreisen, können sich Kinder und Jugendliche ihren Vorerfahrungen entsprechend ganz individuelle Herausforderungen stellen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 08.07.2014

Kostenlose Arbeitsblätter für die Grundschule

Als ich die Seite Grundschule Arbeitsblätter gesehen habe, sind mir spontan ein paar Kolleginnen und Kollegen eingefallen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind und dort Deutschkurse anbieten. Für diese Personen ist die genannte Website ein klarer Tipp, stehen doch hier sehr viele Arbeitsblätter zu den unterschiedlichsten Themengebieten zur Verfügung. Auch der Arbeitsblatt-Generator macht einen recht guten Eindruck. Einziger Kritikpunkt liegt meinerseits im Design der Seite, sind doch die Inhalte und vor allem die „Download“ Buttons für die Arbeitsblätter nicht sofort erkennbar. Hier musste ich mindestens zwei bis dreimal schauen, aber jetzt weiß ich ja, wo ich suchen muss 😉

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Schritt für Schritt Anleitungen online erstellen

Mit stps.co möchte ich Ihnen heute ein simples, kostenloses und werbefreies Tool vorstellen, mit dem mensch sehr schnell Schritt für Schritt Anleitungen erstellen kann. Diese können nicht nur Texte beinhalten, sondern auch Bilder, Orte, YouTube Videos oder anderen Code und sind dann über eine separate URL öffentlich im Netz einsehbar.

Sofort ist es mir recht eigennützig in den Sinn gekommen, Anleitungen für einen Bekannten zu erstellen, wie er seinen OwnCloud Kalender in seinem iPhone oder sein Adressbuch mit seinem PC synchronisieren kann. Nach der zweiten Betrachtung kamen mir allerdings einige nette medienpädagogische Projektideen in den Sinn. Stadtralleys mit unterschiedlichen Aufgaben, Jugendliche erstellen Anleitungen für Senioren, ein Projekt zur Sozialraumerkundung, in dem Jugendliche Ihre Orte vorstellen, eine thematische Reihe aus Videos, Texten und Bilder und so vieles mehr.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 03.07.2014

ePartizipation mit Qualität

Ausschnitt aus der Broschüre

In der digitalen Gesellschaft bieten Beteiligungsprozesse, die (auch) mit Medien stattfinden, ein großes Potenzial – und daher wird ePartizipation auch in der Medienpädagogik sicher weiter an Bedeutung gewinnen.

Wie bei Partizipationsprojekten generell, muss auch bei digital unterstützter Beteiligung auf die Qualität des Prozesses geachtet werden, damit das Engagement der sich einbringenden Menschen nicht verpufft.

Youthpart hat nun seine Erfahrungen aus zwei Jahren Pionierarbeit aufgeschrieben und in der Broschüre «Guidelines für gelingende ePartizipation Jugendlicher» unter einer CC BY-Lizenz veröffentlicht. Fachkräfte finden darin generelle Qualitätsstandards sowie konkrete Empfehlungen für die verschiedenen Phasen des Beteiligungsprozesses.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Kahoot – Beteiligung im Handumdrehen

Die Herausforderung bei Vorträgen, Seminaren und anderen Unterrichtseinheiten ist es ja, das Publikum nicht allzu sehr zu langweilen, im besten Fall es sogar mit in den Vortrag zu integrieren. Sofern der Raum über ein W-Lan Netz oder eine gute Netzabdeckung verfügt, ist dies dank toller Web2.0 Helferchen auch bei großen Gruppen gar nicht mehr so schwierig. Vorgestellt in diesem Sinne hatten wir ja bereits Realfeedback und Tricider.

Heute möchte ich für diesen Zweck das Tool Kahoot ins Spiel bringen. Problemlos lassen sich über die Website Aufgaben, Diskussionen und Umfragen erstellen, die dann über internetfähige Geräte abgerufen und gelöst werden können. Die Teilnehmer können dann mit Hilfe eines Einstiegscodes in die  Aufgabe einsteigen, die Ergebnisse sind auf dem Monitor des „Lehrers“ sofort sichtbar. Der Clou hierbei ist unter anderem, dass die eigentlichen Aufgaben öffentlich geschaltet werden und später auch von anderen Gruppen genutzt werden können. Der individuelle Code, der dem Lehrer beim Öffnen der Aufgabe erscheint, reguliert die Teilnahme, so ist es möglich, die gleiche Aufgabe zeitgleich mit unterschiedlichen Gruppen zu lösen.

Die Einsatzmöglichkeiten gehen jedoch weit über die Zuschauerbeteiligung bei Vorträgen hinaus. Mit ein bisschen Vorarbeit lassen  mit Hilfe von Kahoot komplette Schulungseinheiten und Unterrichtsszenarien organisieren.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

7 kreative und kostenlose Möglichkeiten im Netz Musik zu machen

Musik aufnehmen, mixen und mischen erfordert schon lange kein eigenes Sound-Studio mehr. Neben Software-basierenden Möglichkeiten und kreativen Apps gibt es zudem eine Vielzahl von Optionen, direkt im Browser zu musizieren und aufzunehmen. Diese Tools sind nicht nur unterhaltsam für den Heimgebrauch sondern können auch Grundlage oder Bestandteil von medienpädagogischen Projekten sein.

In diesem Sinne möchte ich auf einen Artikel von ARTE hinweisen, in dem sieben solcher kreativen und kostenlosen Möglichkeiten aufgelistet und beschrieben werden. Viel Spass beim Mixxen…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv