Let’s Play-Workshops mit Jugendlichen

Lets Play-Videos in der Medienpädagogik

„P365x52-27: Portal 2 Break“ von kurafire auf flickr.com (cc by)

Für viele Jugendliche hat YouTube den Fernseher abgelöst. Bei computerspielaffinen Jugendlichen sind dort insbesondere Let’s Play-Videos beliebt – sei es zum Anschauen oder beim selber Erstellen. Let’s Plays lassen sich medienpädagogisch gut nutzen. So zeigt das Erstellen von Let’s Play Videos Beteiligungsmöglichkeiten im Internet auf, während man sich kritisch mit Computerspielen auseinandersetzt. Hier wird ein Let’s Play-Workshop beschrieben, den das spielbar-Team (bpb) bei der play 12 Konferenz in Potsdam in ähnlicher Form durchgeführt hat.  Den ganzen Beitrag lesen

Mit Jugendbarcamps Beteiligungskultur stärken

ePartizipation und die MedienpädagogikBarcamps sind nicht nur ein Tagungs- bzw. (Un)Konferenzformat, das den TeilnehmerInnen Spaß macht, sondern sie auch zum Selbstgestalten animiert und zu TeilgeberInnen werden lässt. Diese Subjektorientierung teilen sie mit der außerschulischen Jugendbildung, weswegen es naheliegend ist, auch mit Jugendlichen (Jugend)Barcamps zu organisieren – und zu „machen“.

Daniel Seitz und ich beschreiben in einem Artikel im Buch “Partizipation und Engagement im Netz – Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik” an einem Beispiel, wie mit solchen Jugendbarcamps die Beteiligungs- und Lernkultur positiv beeinflusst werden kann. Die GMK hat nun auch diesen Artikel dankenswerterweise unter einer CC-Lizenz veröffentlicht, er kann hier als PDF heruntergeladen  und entsprechend der (CC BY-SA-)Lizenz weiterverbreitet werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 06.05.2013

Freie und kostenlose Schriften

Freie Schriften in der Medienpädagogik

Screenshot von der Website

Wer Medien produziert, gestaltet – und wer gestaltet, braucht oft auch Schriften. Damit das letzte Stündlein von Comic Sans bald geschlagen hat, gibt es für solche Momente die „Open Font Library„. Die Website bietet inzwischen mehr als 200 kostenlose und freie Schriften, die es zum Download oder zum direkten Einbinden in eine eigene Website gibt.

Die Fonts lassen sich bequem durchsuchen und auch mit einen Texten vorab begutachten. Ein schönes Detail ist, dass den meisten Schriften auch europäische „Sonderzeichen“ und Umlaute keine Probleme bereiten. Comic Sans muss sich also ab sofort warm anziehen…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Videopodcast: gemeinsames Musizieren mit Garageband auf iOS Geräten

Es war schon immer ein Wunsch von mir, iOS Geräte kreativ in der medienpädagogischen Arbeit einzusetzen. Besonders hat es mir in diesem Zusammenhang die App Garageband angetan, über die ich schon einmal berichtet hatte.

Inspiriert vom Berliner DigiEnsemble, die auf einem sehr hohen Niveau mit mobilen Geräten musizieren, habe ich mir die Frage gestellt, wie ich mit dem iPad vor allem musikalische Anfänger erreichen kann und wie ein gemeinsames Musikprojekt dazu aussehen könnte. Ich hatte dann auch noch das Glück, dass aus dieser Idee ein berufliches Projekt wurde – Der Grundstein für rhythm.iOS war gelegt.

Nach Monaten der Planung und nach einer langen aber erfolgreichen Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten, fand nun endlich mit einigen Mitarbeitern der erste Praxisworkshop statt, an dem wir ausprobieren wollte, was man mit Garageband machen kann und was nicht. In diesem Zusammenhang ist die Idee für dieses Video entstanden, damit interessierte Nachahmungstäter nicht bei Null anfangen müssen, sondern direkt vor Augen haben, welches Potential in der App steckt. Viel Spass damit…


 

Bereits im Vorfeld entstand auch die Diskussion, warum denn ausgerechnet Apple Geräte für dieses Projekt verwendet wurden und keine mit dem freieren System Android von Google. In einem früheren Artikel hatten wir uns bereits mit dem Thema „Musik selber machen mit Android Apps“ beschäftigt. Es gibt zwar Apps zum Musizieren, aber zumindest meines Wissens nach keine Alternative für Einsteiger zu Garageband mit dem gleichen oder einem annähernd ähnlichen Funktionsumfang. Aber gerne lasse ich mich da eines Besseren belehren…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Thinkup – der eigene Social Media Report

thinkWer unterschiedliche Social Media Angebote nutzt, stellt sich oft die Frage, wer eigentlich was von einem Beitrag mitbekommt. Viele Angebote stellen Optionen zur Verfügung, womit mensch die eigenen Daten herunterladen kann, allerdings ohne eine entsprechende Auswertung. An dieser Stelle füllt die Open Source Web-Anwendung Thinkup eine Lücke.

Thinkup lässt sich auf einem eigenen Webserver installieren. Hierfür benötigt mensch lediglich eine Datenbank und entsprechenden Webspace. Das hat den Vorteil, dass die gesammelten und ausgewerteten Daten ebenfalls auf dem eigenen Server bleiben. Nach der Installation müssen die entsprechenden Schnittstellen zu den Social Media Diensten eingerichtet werden. Das klingt erstmal kompliziert – ist es aber gar nicht, da diese Schritte sehr gut dokumentiert sind. Die Anwendung ist dann in der Lage, mit Hilfe eines Cronjobs stündlich die Daten von Twitter, Facebook, Foursquare und Co abzurufen und stellt diese in einem Dashboard ausgewertet zur Verfügung. [via]

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Graffiti digital und legal: Trainbombing 2.0

Graffiti in der MedienpädagogikDon’t try this at home: „Graffiti Unlimited“ ist ein grandioses Angebot für Streetart-KünstlerInnen und solche, die es werden möchten, denn hier kann spielerisch ausprobiert werden, was sonst illegal ist: Auf der Website lassen sich Züge und LKWs digital mit Graffiti-Kunstwerken versehen. Das Beste daran ist, dass der ausgewählte „Bildträger“ anschließend mit dem eigenen Werk durch ein Video fährt.

Mir hat das schon mit meinem Gekrikel einen riesen Spaß gemacht, für jugendliche Graffiti-Interessierte kann die Website eine Inspiration sein und ein Ort des gefahrlosen Ausprobierens: Die online produzierten Werke können nämlich community-like betrachtet und bewertet werden. In diesem Sinne ein schönes Zwischendurch-Angebot für Jugendarbeit und Medienpädagogik. Frohes Sprühen!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 23.04.2013

Alles in Game-Life-Balance oder was?

Dein Spiel. Dein Leben.Die Kampagne „Dein Spiel. Dein Leben. – Find your level!„, von Beginn an als Peer-to-Peer Projekt konzipiert, bekam ihr Gesicht durch die Zusammenarbeit von über 100 Jugendlichen. Offline [in Workshops] und Online [per EtherPads] machten sie sich Gedanken darüber, was eine adäquate Balance des Computerspielens zum sonstigen Alltag auszeichnet, um damit einem exzessiven bzw. missbräuchlichen Spielen vorzubeugen. Wie können Prioritäten erkannt und gesetzt werden? Gibt es Tipps und Erfahrungswerte und wie können diese vermittelt werden? Ein Ergebnis dieser Arbeit war der Aufruf zu einem Multimediawettbewerb, in dem jugendliche Spielerinnen und Spieler aufgefordert waren ihre ganz persönliche Game-Life-Balance zu skizzieren, um damit das Gesicht und die Message der Kampagne zu formen. Die Beiträge sind seit einigen Tagen Online und können wertvolle Impulse in medienpädagogischen Projekten aber auch im Familienalltag und natürlich in der Peergroup liefern.

Ein weiteres Ergebnis sind die sozialen Gütekriterien für Computerspielgemeinschaften (Teams, Clans, Gilden usw.). Wo sonst kann ein Peer-Projekt besser wirken, als in den Gemeinschaften, die sich zunächst vor allem wegen des gemeinsamen Interesses am Spielen zusammengeschlossen haben? In deren potentiellen Funktion als „Vereine 2.0“ übernehmen diese Gemeinschaften auch Verantwortung für ihre Mitglieder, die über das Spiel hinaus wirkt – die Gütekriterien können dies nun auch für Außenstehende erkenntlich machen.

Für die direkte medienpädagogische Arbeit mit Jugendgruppen hat das Institut Spielraum zudem ein Arbeitsmaterial erstellt, welches (auch ohne den Wettbewerbsbezug) aufbauend auf den Intentionen der Kampagne eingesetzt werden kann.

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter von Spawnpoint - Instituts für Spiel- und Medienkultur e.V. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.

Kollaboratives Screen-Sharing

screenheroErst letztens habe ich ein Tool gesucht, mit dem es möglich ist, mit einer anderen Person über das Internet gemeinsam an einer Datei zu arbeiten. Natürlich gibt es kostenfreie Tools wie z.B. Teamviewer, die einen gewissen Support möglich machen, aber richtig zusammen arbeiten?

Gefunden habe ich das noch kostenlose Programm Screenhero für Windows und Mac. Noch kostenlos, weil das Programm schon recht lange Beta ist und die Programmierer nach Vollendung dieser Phase Preismodelle einführen wollen, an dessen Gestaltung man sich als Kunde beteiligen kann.

Aber zurück zum Programm… Screenhero wird heruntergeladen und installiert. Über einen integrierten Messenger wird Kontakt zum Gegenüber aufgenommen, mit dem dann entweder ein bestimmter Teil oder der komplette Desktop geteilt wird. Das besondere ist, dass bei Screenhero jeder Teilnehmer einen eigenen Mauszeiger hat und parallel an Dokumenten gearbeitet werden kann.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Suche nach Creative-Commons-Inhalten

Creative-Commons-Suche in der MedienpädagogikCreative-Commons-Inhalte haben mittlerweile ihren festen Platz in der Medienpädagogik – und was immer angesagt ist, sind angenehme Wege, diese Inhalte im Netz auch zu finden. Jüngst sind mir gleich zwei Dienste über den Mauszeiger gelaufen:

Quasi direkt an der Quelle ist die Suche von Creative Commons selbst: Auf der Website lassen sich Musik, Fotos, Videos und Audiodateien (auch selektiv) suchen. Auf Bilder spezialisiert, dafür besonders ästhetisch ist Compfight (leider nur mit englischer Website). Mit diesen zwei Diensten im Gepäck sind CC-Medienprodukte keine Hexerei mehr…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 16.04.2013

Bürgermeister vor dem Eiffelturm explodiert? – Greenscreen-Technik mit Mobilgeräten

CC BY-SA Sandra Schön

CC BY-SA Sandra Schön

Neben dem Trickfilm ist die Greenscreen-Technik eine Möglichkeit, auch in medienpädagogischen Projekte zu zeigen, wie auch „großes Kino“ und „Fernsehen“ funktioniert. Mit Apps an Tablet-Computern (und Smartphones) ist nun die Realisierung auch für kleine Budgets und mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich. Den ganzen Beitrag lesen

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