Musik ohne juristische Fallstricke

legale Musik in der Medienpädagogik

Screenshot der Website

Musik ist ein zentrales Element der Lebenswelt von Jugendlichen und die Wege sie via Internet zu bekommen sind zahlreich – und nicht immer legal. Für MedienpädagogInnen, LehrerInnen und JugendarbeiterInnen ist daher die Aufklärung über rechtliche Implikationen eine wichtige Aufgabe.

Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang das Angebot „legal-box„: Die MacherInnen informieren Jugendliche mit ansprechenden Texten und Videos über die (legalen) Möglichkeiten, im Netz Musik runterzuladen. Eine hilfreiche Quelle für die Jugendinformationsarbeit.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Let’s camp!

Barcamps in ePartizipation und MedienpädagogikBarcamps sind eine schöne Veranstaltungsform und Methode für hierarchiearme Bildungsprojekte, die, gerade im Zusammenhang mit (e)Partizipationsprojekten, immer häufiger auch für die Arbeit mit Jugendlichen genutzt wird. Knackpunkt bei solchen Projekten war bisher die Frage, welches Onlineangebot denn für Organisation, Kommunikation, Anmeldung und Dokumentation genutzt werden kann. Denn die meisten Angebote waren sperrig und/oder nicht kostenlos.

Hilfe naht nun mit dem Barcamp-Tool „Camper“ von youthpart. Die Website ist quasi die eierlegende Wollmilchsau für Barcamps insbesondere mit Jugendlichen und bietet alles, was das CamperInnenherz begehrt: Präsentation des Camps, Anmeldemanagement, Sammlung von Sessionvorschlägen sowie ein automatisches Doku-Etherpad. Auch schon im aktuellen beta-Stadium wirkt das alles wohldurchdacht und ausgereift – von Profis für Profis. Beim Dialog Internet findet sich eine ausführliche Beschreibung.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Was ist ein gutes Lernvideo?

Gelungene Videotutorials in der Medienpädagogik

CC BY Sandra Schön

Filmen, Schnitt und Veröffentlichung von kurzen (Lern-)Videos ist mit Tablet Computern wesentlich einfacher als mit herkömmlichen Ausrüstungen. Im medienpädagogischen Praxisprojekt „Ich zeig es Dir – HOCH 2“ (kurz IZED2), bei dem 9- bis 12-Jährige Lernvideos mit iPads produzieren, ging es daher nicht nur um Videotechniken wie Trickfilm und Greenbox, sondern auch um die einfache Frage: Was ist eigentlich ein gutes Lernvideo? Den ganzen Beitrag lesen

Der Browser als Texteditor

Browser als Texteditor in der Medienpädagogik

„Royal KMM ‚Magic Margin‘ Typewriter“ von Twylo @ flickr.com (cc by-sa)

In der Medienpädagogik werden immer wieder Texte geschrieben: Vom schnellen Brainstorming über die Newsmeldung für die Website bis hin zum Drehbuch für den Kurzfilm. Und steht ein Computer im Projektraum, öffnen Jugendliche meist schnell eine Textverarbeitung und beginnen zu tippen. Funktioniert, geht aber einfacher:

Fast jeder Browser kann nämlich auch ein Texteditor sein, indem ein Eingabefeld generiert wird. Das funktioniert entweder mit einer Daten-URI, die in die Adresszeile eingegeben wird, oder das HTML-Dokument von der Festplatte oder vom eigenen Server geladen wird. t3n zeigt in einem Artikel verschiedene Varianten dieser sehr einfachen Lösungen (auch die Kommentare des t3n-Artikels bergen schöne Anwendungsmöglichkeiten).

TeilnehmerInnen von medienpädagogischen Projekten können vom Browsereditor profitieren, indem die besagte URI als Bookmark gespeichert wird oder eine einfache URL auf dem Server bereitgestellt wird. Und dann steht den schnellen Notizen für das nächste Medienprodukt nichts mehr im Weg.

[via Andreas Klisch]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

ePartizipation in Jugendverbänden

ePartizipation und die MedienpädagogikJugendverbände haben eine mehr als einhundertjährige Erfahrung mit Partizipation und nutzen diese mehr und mehr auch für digitale Mitwirkung und Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen.

Sonja Reichmann beschreibt in einem Artikel im Buch “Partizipation und Engagement im Netz – Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik” die Ansatzpunkte für digitale Beteiligung in der Jugendverbandsarbeit. Die GMK hat nun auch diesen Artikel dankenswerterweise unter einer CC-Lizenz veröffentlicht, er kann hier als PDF heruntergeladen und entsprechend der (CC BY-SA-)Lizenz weiterverbreitet werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Geschichte des Internet – selbst erzählen

Internetgeschichte in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Die Geschichte des Internet zu erzählen gehört mittlerweile zu den Standardübungen in der Medienpädagogik – und gute Filme sagen mehr als 1000 Worte. Insofern war ich verwundert, dass mir das inhaltlich geniale und sehr ästhetisch gestaltete Video „History of the Internet“ (Vimeo) bisher verborgen geblieben ist. Leider ist es nur auf Englisch verfügbar, was die Verwendung in der hiesigen Bildungsarbeit einschränkt, aber für einige Einsatzgebiete ist es sicher eine wertvolle Ressource.

Aber auch für andere Projekte ist das Video eine gute Nachricht: Die Geschichte ist nämlich zu großen Teilen „Picol“ erzählt, einer Iconschrift, die kostenlos unter einer Creative Commons-Lizenz verfügbar ist. Vom Adressbuch über das Handy bis zur Vuvuzela lassen sich mit ihr vielfältigste Aspekte des (mediatisierten) Lebens darstellen – und damit in medienpädagogischen Projekten nicht nur die Geschichte des Internet (neu) in Bildern und Videos neu erzählen.

[via Alex Boerger]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Rockapp – die Homezone zum Mitnehmen

rocketHomezone – Der Begriff für einen bestimmten Bereich, in dem ich über eine Festnetznummer auf meinem Handy erreichbar bin. Bislang gibt es nur einen Anbieter im E-Netz, der eine bundesweite Homezone anbietet, ansonsten beträgt der Umkreis in der Regel einige wenige Kilometer um eine festgelegte Adresse herum.

An dieser Stelle ist die kostenlose App Rockapp für iOS und Android zu erwähnen. Nach einer kurzen Anmeldung erhält man eine Festnetznummer aus dem eigenen Ortsbereich. Unter dieser Nummer ist man dann bundesweit auf seinem Handy erreichbar. Das gibt es schon? Richtig, aber Rockapp ist meiner Meinung nach wegen folgender Punkte einen Blick wert:

Kein VOIP

In der Regel funktionieren ähnliche Dienste per Voice Over IP, also über das Datennetz. Das zerrt natürlich am Volumen und macht Gespräche in einer Region mit einer schlechten Netzabdeckung fast unmöglich.

Rockapp funktioniert wie folgt: Der Anrufer wählt die Festnetznummer und wird in eine Warteschleife geschickt. Im gleichen Moment informiert die App über den eingehenden Anruf. Soll dieser angenommen werden, wählt die App ebenfalls eine Festnetznummer und das Gespräch kommt ähnlich wie bei einer Telefonkonferenz zusammen.

Datenschutz

Rockapp ist mir recht positiv im Bereich Datenschutz aufgefallen. Natürlich, wer in Deutschland eine Festnetznummer haben will, muss Name und Adresse angeben – aber das ist überall so. Ansonsten werden keine weitere Daten erhoben. Auch ist für die Nutzung der App kein Zugriff auf das Adressbuch erforderlich.

Auf die Frage, warum keine anderen Rockapp Nutzer im Adressbuch sichtbar sind, antwortet der Betreiber in den FAQ: „… Allerdings steht hier eich großer Aspekt im Vordergrund und dieser ist der Datenschutz. Wir wollen hier eine Lösung bieten die deinen und den Ansprüchen des Datenschutzes gerecht werden. Wir planen nur einen HASH wert der Rufnummer zu übertragen mit der wir testen können ob deine Freunde schon bei rockapp sind selbst die Nummer aber nicht sehen. Aus deiner nummer wird dann z.B.: folgendes 68ac906495480a3404beee …“

Die Qualität der Gespräche ist meiner Meinung nach sehr gut, allerdings müssen Sie folgendes beachten:

Die Kosten

Jedesmal, wenn Sie einen Anruf annehmen, wählt sich Rockapp über eine Festnetznummer in den Gesprächsraum ein. Das bedeutet, dass bei jedem Gespräch die Kosten eines Festnetztelefonates anfallen. Sollten Sie über eine Festnetzflatrate verfügen, ist das gar kein Problem, dann entstehen auch keine Kosten. Verfügen Sie und der Anrufer über eine Festnetzflatrate, können Sie kostenlos miteinander telefonieren, egal wo Sie sich im Bundesgebiet aufhalten.

So eine Homezone ist z.B. sehr interessant für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit, die sehr viel in einem Stadtgebiet unterwegs sind. Festnetzflats sind weiter verbreitet und vor allem günstiger als Flatrates in Mobilfunknetze. Auch Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer, wie sie in der Medienpädagogik oft zu finden sind, können von so einem Angebot profitieren.

Wer also viel unterwegs ist und Wert auf den Service einer guten und günstigen telefonischen Erreichbarkeit legt, wird hier seinen Nutzen finden.

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 25.02.2013

Spielerisch Musik machen

Musik spielen in der MedienpädagogikMusik „spielen“ heißt nicht von ungefähr so, denn spielerisch Melodien und Rhythmen auszuprobieren ist  meist der beste Weg zu schöner Musik. Der „Acid Defender“ ist dafür ein absoluter Glücksfall. In diesem HTML5-Browsergame gilt es, die Komposition gegen Beschuss von außen zu retten. Der/die SpielerIn wird dadurch wie vom selbst zum/zur Komponistin, es entstehen ständig neue Werke.

Gerade für Projekte der Medienpädagogik mit Musikbezug ist das ein schöner Einstieg, denn nicht selten finden sich Kinder und Jugendliche „unmusikalisch“ und schrecken vor dem Ausprobieren zurück. Und wer den „Game-Mode“ von Acid Defender hinter sich hat, der/die probiert auch schnell den „Jam Mode“ aus und komponiert außerhalb des Spiels eigene Musik. Viel Spaß!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 21.02.2013

LipDub-Videos in der Medienpädagogik

LipDub-Videos in der Medienpädagogik

CC BY-NC-ND Institut für Medienpädagogik

LipDub-Videos sind ein schöne Methode für die Medienpädagogik, wenn es darum geht, mit großen Gruppen ein Video zu drehen – und idealerweise die eigene Einrichtung vorzustellen. Zu Motiven, Einsatzgebieten und inspirierenden Beispielen habe ich schon früher geschrieben, heute möchte ich in einem HowTo beschreiben, wie ein LipDub-Video mit Jugendlichen in Schule oder Jugendarbeit am besten umzusetzen ist und welche konketen Erfahrungen wir gemacht haben.

Wir haben die Methode mit 8 TeilnehmerInnen des Workshops „Videopunk“ bei den video/film tagen 2012 ausprobiert und innerhalb von 12 Stunden ein Video mit ca. 50 DarstellerInnen konzipiert, geplant und umgesetzt. Das ist das Ergebnis: Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Inhaltssensitives Löschen mit GIMP

gimpSagt Ihnen der Begriff „inhaltssensitives Löschen“ etwas? Damit ist eine tolle Funktion von Adobe Photoshop gemeint, mit der man sehr einfach störende Personen oder Gegenstände aus einem Bild entfernen kann. Einfach markieren und ausschneiden – die so entstandene Lücke wird entsprechend aufgefüllt.

Eine ähnliche Funktion ist nun auch mit der kostenlose Photoshop-Alternative Gimp möglich. Durch das ebenfalls kostenlose Plugin Resynthesizer v1.0 wird das Open Source Programm um ein wichtiges und effektives Werkzeug erweitert. Wie einfach die Anwendung dieser neuen Funktion ist, können Sie z.B. in diesem YouTube Video sehen. Viel Spass damit…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 18.02.2013

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv